"Mittwochnachmittag soll frei bleiben, damit sich Schüler in Vereinen engagieren können"

"Soll mein Sohn freiwillig an den Intensivierungsstunden teilnehmen?" "Welche Hilfen gibt es für Lehrkräfte, die erstmals in jahrgangskombinierten Klassen unterrichten?" Und: "Ist das Büchergeld nun abgeschafft?" - diese und zahlreiche weitere Fragen beantworteten heute Kultusminister Siegfried Schneider und Kultusstaatssekretär Bernd Sibler am Servicetelefon der Bayerischen Staatsregierung.

17.09.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Einig war sich Minister Schneider mit einem männlichen Anrufer, dass Lernstoff, der im Unterricht behandelt wurde, auch intensiv eingeübt werden soll - durchaus auch in der Form der Hausaufgabe.

Der Stundenplan für Schüler der neunten Klasse des achtjährigen Gymnasiums sieht 34 Stunden verpflichtend vor, zwei Stunden können die Schüler freiwillig als Intensivierungsstunden auswählen, beantwortete Minister Schneider die Frage einer Mutter aus Oberfranken. Sie war davon ausgegangen, dass die Schüler in der 9. Klasse 36 Stunden verpflichtend besuchen müssen. "Es ist den Schulen eindeutig mitgeteilt worden, dass Kinder, wenn sie nachmittags langen Unterricht haben, zum nächsten Tag keine schriftliche Hausaufgaben haben dürfen.

Einem Schüler bestätigte Minister Schneider, dass am achtjährigen Gymnasium der Mittwochnachmittag für Schüler bis zur 8. Jahrgangstufe von verpflichtendem Unterricht frei gehalten werden soll, damit die Schüler sich auch in Vereinen oder in den Kirchen engagieren können. Staatssekretär Bernd Sibler informierte Eltern über die Maßnahmen, die im Rahmen des Gesamtpakets zur Entlastung der Schüler getroffen worden sind, nämlich eine moderate Reduzierung der Pflichtstunden, eine Kürzung der Details im Lehrplan sowie organisatorische Maßnahmen. So sollen Schüler der Jahrgangsstufe 5 künftig keinen verpflichtenden Nachmittagsunterricht mehr haben, die der Jahrgangsstufen 6 bis 8 nur an einem Nachmittag. Einer Mutter aus Unterfranken lag die Werteerziehung am Herzen. Minister Schneider betonte, dass die Staatsregierung im vergangenen Jahr die Initiative "Werte machen stark" initiiert hat, um die Persönlichkeitsbildung und Werteerziehung zu forcieren.

Kultusminister Schneider sicherte einer Mutter zu, dass die Ergebnisse von Nachprüfungen den Schülern in einem geschützten Umfeld bekannt gegeben werden, so dass sie auch bei der Verarbeitung unterstützt werden. Bei den Jahrgangskombinierten erläuterte Bernd Sibler, dass ein Netzwerk aus erfahrenen Lehrkräften die neu einsteigenden Kollegen mit ihren Erfahrungen unterstützen und dem notwendigen Material ausstatten. "Bei dieser Telefonaktion sind wir ganz am Ohr der Bürgerinnen und Bürger. Viele benötigen nur eine kurze, klare Information, andere suchen Rat und Hilfe", so Staatssekretär Bernd Sibler. "Wir hören uns jeden Fall sehr genau an."


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