Mitwirkung der Eltern wichtig für den Erfolg der Schulreformen

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave hat die Eltern in Schleswig-Holstein dazu aufgerufen, sich aktiv für den Erfolg der Schulreformen einzusetzen. "Es ist eine lohnende Herausforderung, daran mitzuwirken, denn es geht um mehr Qualität und um mehr Gerechtigkeit in unserem Bildungssystem, also um die Startchancen aller Kinder", sagte sie heute (12. April) beim Elternfachtag "Gemeinsam und erfolgreich lernen - Für eine lebendige Schulkultur" im Gymnasium Kronshagen.

14.04.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Auf Einladung des Institutes für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) trafen sich rund 200 Eltern aus dem ganzen Land, um sich in Workshops über verschiedene Schulaspekte zu informieren und darüber zu diskutieren. Dabei ging es um Themen wie die Gestaltung längeren gemeinsamen Lernens, die Möglichkeiten von Ganztagsschulen, das Abitur nach zwölf Jahren oder Gesundheitsbildung in der Schule.

Die Ministerin betonte, es sei sinnvoll und nötig, Eltern in die Diskussionen um die Zukunft von Schule und die pädagogische Weiterentwicklung mit einzubeziehen, um vor Ort tragfähige Lösungen zu finden, die allen Kindern einen erfolgreichen Bildungsweg ermöglichen. Neben dem längeren gemeinsamen Lernen gehöre dabei das im neuen Schulgesetz verankerte Prinzip der individuellen Förderung in allen Schularten zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren. Individuelle Förderung bedeute allerdings nicht eine Sonderbetreuung in jeder Schulstunde. "Vielmehr geht es darum, den Leistungsstand jeder Schülerin und jedes Schülers im Blick zu behalten und ihm oder ihr gezielte Anstöße für die Weiterentwicklung zu geben", sagte Erdsiek-Rave. Bei der Umsetzung dieses Konzeptes unterstütze das Land die Schulen unter anderem mit zusätzlichen Stellen und einer Fortbildungsoffensive für Lehrerinnen und Lehrer.

Auch die Verkürzung der Schulzeit an Gymnasien auf acht Jahre (G8) werde vom Land begleitet und alles andere als überstürzt eingeführt. "Wir beginnen damit - von Jahrgangsstufe 5 an aufwachsend - im kommenden Schuljahr", sagte die Ministerin. Dabei könne Schleswig-Holstein auf die Erfahrungen in anderen Bundesländern und in den Modellschulen im Land zurückgreifen, die G8 in den vergangenen Jahren erprobt haben. Für die Eltern und ihre Kinder bestehe künftig die Wahlmöglichkeit, das Abitur in acht Jahren am Gymnasium oder in neun Jahren an der Gemeinschaftsschule beziehungsweise über die Regionalschule und das berufliche Gymnasium zu absolvieren.


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