Münchner Bürgermeisterin fordert Abschaffung der Hauptschule
(bikl.de) Die Münchner Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) hat jetzt den Freistaat Bayern aufgefordert, dem Beispiel des Landes Rheinland-Pfalz zu folgen und die Hauptschulen abzuschaffen. Unter anderem argumentierte sie damit, dass nur noch ein Drittel der Münchner Hauptschüler ohne Hilfsmaßnahmen eine Lehrstelle fänden.
07.11.2007 Bayern ArtikelZustimmung zu dieser Forderung erhielt die Politikerin vom Bayerischen Elternverband. "Was wir schon seit Jahren fordern, fordert nun auch die Landeshauptstadt: endlich eine Schulstruktur zu schaffen, die Kinder nicht mehr ausgrenzt", sagte Isabell Zacharias, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. Es gehe nicht darum, den jetzigen Hauptschülern und ihren Lehrern die Schule wegzunehmen. Diese verdienten jede denkbare Unterstützung. Doch dieser Schulzweig müsse geschlossen werden. "Es dürfen einfach keine Fünftklässler mehr in Hauptschulen eingeschult werden", sagte Zacharias.
Hans-Ulrich Pfaffmann, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, erteilte der Forderung seiner Parteikollegin hingegen eine Absage. Zwar habe die Hauptschule zweifellos Probleme, insbesondere in der Großstadt. Doch sei die Schlussfolgerung, die Hauptschulen deshalb in ganz Bayern ersatzlos zu streichen, falsch. Anstatt eine pauschale Abschaffung der Hauptschule zu verfolgen, ist es nach Auffassung Pfaffmanns viel sinnvoller, bei den bestehenden Schularten die Rahmenbedingungen zu verbessern. Dazu gehörten kleinere Klassen, mehr Lehrer, individuelle und Sprachförderung, Ganztagsunterricht, die Einstellung von Schulpsychologen und Sozialarbeitern.
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