NanoSchoolBox für Schulen
"Dem Saarland ist es seit 1999 gelungen, den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandel dynamisch voranzubringen. Mit der Innovationsstrategie hat die Landesregierung 2001 die Weichen für eine nachhaltige und wachstumsorientierte Innovationspolitik gestellt." Das sagte Ministerpräsident Peter Müller am Mittwoch (28.5.2008) bei seinem Besuch im Gymnasium Wendalinum, wo er zusammen mit Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Christian Ege die erste NanoSchollBox für Experimente im Bereich der Nanotechnologie vorstellte.
28.05.2008 Saarland Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des SaarlandesMit der NanoSchoolBox stellt der gemeinnützige vom Land geförderte Verein NanoBioNet den europaweit ersten Schülerexperimentierkoffer für die Nanotechnologie vor, der in drei Sprachen erhältlich ist. Die Entwicklung wurde finanziell durch das Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft sowie den Fonds der Europäischen Kommission für regionale Entwicklung (EFRE) mit 33.000 Euro unterstützt. Die Versuche der NanoSchoolBox wurden mit dem Anspruch entwickelt, Nanotechnologie für Schüler erklärbar zu machen. Sie sind primär für den Chemieunterricht gedacht. Aufgrund der Interdisziplinarität der Nanotechnologie sind einige Versuche aber auch für den Physik- oder Biologieunterricht geeignet. Der Experimentierkoffer stellt eine wirksame und spielerische Möglichkeit dar, Wirkungen im Nanokosmos zu beschreiben und zu erklären.
Der Koffer enthält 14 Experimente und 5 Demoobjekte, die Nano-Effekte im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar machen:
- Warum perlt Wasser von manchen Stoffen ab, macht aber andere nass?
- Was ist der Lotuseffekt?
- Wie kann Glas Strom leiten?
- Warum werden manche Textilien nicht nass und schmutzig?
- Gibt es Papier, das nicht brennt?
- Wie macht man Möbeloberflächen kratzfest?
- Können Metalle sich an ihre Form erinnern?
- Was hat ein Schwangerschaftstest mit Nanotechnologie zu tun?
Müller: "Wir wollen bereits in der Schule die Grundlagen für einen kreativen Umgang mit neuen Technologien schaffen. Ein besonderes Anliegen ist es, das naturwissenschaftliche Interesse an einer der faszinierendsten Hochtechnologie bei Jugendlichen zu wecken." Damit könne auch dem sich abzeichnenden Mangel an wissenschaftlichem und technischem Nachwuchs auch in der Nano- und Biotechbranche gezielt entgegengewirkt werden.
Hintergrund:
2007 wurde die Innovationsstrategie in einem neuartigen, partizipativen Ansatz weiterentwickelt. Elf Arbeitsgruppen mit über 100 Experten aus Bildung, Forschung, Wirtschaft, Kammern, Verbänden und Politik haben über 100 Projekte und Maßnahmen für die zweite Phase der Innovationsstrategie des Saarlandes bis 2015 ausgearbeitet, welche die zukünftige Entwicklung des Landes aufzeigen. Eine wissensbasierte Wirtschaft ist auf hochqualifiziertes Personal angewiesen. Auch in der Saarwirtschaft zeichnet sich seit längerem ein Fachkräftemangel insbesondere im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich ab. Deshalb hat die Landesregierung mit der Neuauflage der Innovationsstrategie einen klaren Schwerpunkt auf die Nachwuchsgewinnung in den Ingenieur- und Naturwissenschaften gesetzt.
Der vom Land geförderte Verein NanoBioNet, der die NanoSchoolBox entwickelt hat und vertreibt stellt als gemeinnützige Institution ein Netzwerk aus Forschungsinstituten, Unternehmen, Wirtschafts- und Technologieförderern dar. Neben der Koordinierung eines Netzwerkes aus über 100 Einrichtungen organisiert NanoBioNet e. V. im Rahmen seiner Informations- und Öffentlichkeitsarbeit Aktivitäten auf dem Gebiet der Nano- und Biotechnologie. Dazu gehören beispielsweise Lehrerfortbildungen, Schülerpraktika aber auch Weiterbildungen für Laboranten, Techniker, Akademiker und Manager.
Informationen:
Stefan Köhler
Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft
Franz-Josef-Röder-Str. 17
66119 Saarbrücken
Tel.: 0681-501 4124
Fax: 0681-501 1776
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