Nationaler Bildungsbericht bestätigt bildungspolitische Forderungen der GEW
"Der von der Bundesregierung der Öffentlichkeit vorgestellte nationale Bildungsbericht unterstreicht die Forderung der GEW nach längerem gemeinsamen Lernen, nach Ausbau individueller Förderung und dem Bemühen, sogenannten "Risikokindern" zu einem qualifizierten Schulabschluss zu verhelfen", meint der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Rheinland-Pfalz, Klaus-Peter Hammer.
13.06.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung GEW Rheinland-PfalzDer Bericht mache deutlich, dass Forderungen der Gewerkschaft, die Anzahl der Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss deutlich zu verringern oder den Ausbau des dualen Bildungssystems weiter auszubauen und zu stärken, objektiv begründet sind.
"Die Abschaffung der Hauptschulen in Rheinland-Pfalz ist ein richtiger Schritt", sagte der GEW-Landesvorsitzende. "Umso unverständlicher ist aber die Zulassung kooperativer Realschulen Plus, an denen es ab dem 7. Schuljahr faktisch weiterhin den Hauptschulzweig geben wird." Dies sei kein bildungspolitischer Fortschritt. Schüler, die diesen Bildungsgang besuchen müssen, hätten auf dem Arbeitsmarkt kaum mehr Chancen als die heutigen Hauptschüler.
Vor dem Hintergrund des Bildungsberichts forderte Hammer die Landesregierung auf, integrative Schulformen aktiver voranzutreiben. Außerdem müsse das Land deutlich mehr Geld in Bildung investieren, wenn es die Qualitätsentwicklung im Bildungsbereich verbessern wolle. "Rheinland-Pfalz liegt bei den Bildungsinvestitionen nach wie vor deutlich unter dem nationalen und dem internationalen Durchschnitt, sagte der GEW-Landesvorsitzende.
Hammer forderte in diesem Zusammenhang eine dringende Verbesserung bei den Rahmenbedingungen im Bildungsbereich. Das gelte für die Arbeitsbedingungen der Pädagoginnen und Pädagogen in gleichem Maße wie für die Sachkostenaustattungen von Kindetagestätten und Schulen. Die kommunalen Vertreter müssten insoweit ihre Mitverantwortung erkennen. Es dürfe nicht sein, dass Grundschulen mit einem jährlichen Sachkostenetat von z. B 1800 Euro auskommen müssen, wie dies in einigen Kommunen vorkomme. Es sei kaum vorstellbar, wie an solchen Schulen innovativ gearbeitet werden könne.
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