Bayern

Nehmen Sie die Realität an den Schulen wahr, Herr Wenzel

BLLV-Chef Wenzel nimmt die Realität an den Schulen nicht wahr, weist das Bayerische Kultusministerium die Vorwürfe des Präsidenten dieses Lehrerverbandes zurück. Das Ministerium setzt konsequent auf den Ausbau der Qualität und der Teilhabegerechtigkeit für alle Schülerinnen und Schüler. Im Einzelnen betont das Ministerium:

21.07.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
  1. Die bayerischen Schülerinnen und Schüler aller Schularten haben im Ländervergleich 2010 bewiesen, dass sie die besten Leistungen innerhalb Deutschlands erbringen.
  2. Auch die Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund aus Bayern haben, dies ergab der Ländervergleich, dabei im Vergleich zu ihren gleichaltrigen Mitschülerinnen und -schülern sehr gut abgeschnitten.
  3. Neben dem klassischen Weg über das Gymnasium zum Abitur, den im Jahr etwa 35.000 Jugendliche beschreiten, erreichen rund 26.000 Jugendliche eine Hochschulreife über die Fach- und Berufsoberschulen. Das belegt die hohe Durchlässigkeit des bayerischen Schulwesens.
  4. Die durchschnittliche Klassenstärke konnte in den vergangenen Jahren an allen Schularten deutlich gesenkt werden. Sie sank etwa an Volksschulen von 22,4 Schülern im Schuljahr 2007/2008 auf 21,8 Schüler im laufenden Schuljahr, an Realschule im gleichen Zeitraum von 28,6 Schülern auf 27,4 Schüler im laufenden Schuljahr, an Gymnasium im gleichen Zeitraum vom 27,8 auf 26,8 Schüler.
  5. Die Belastungssituation der Schülerinnen und Schüler konnte auch am achtjährigen Gymnasium reduziert werden, etwa durch die Umsetzung der 2008 vereinbarten Maßnahmen zu Reduzierung des Lehrplans und moderaten Kürzung der Stundentafel sowie durch Maßnahmen, die Kultusminister Spaenle bei der Einführung der Oberstufe verfügt hat. So konnten Schüler auch nach dem Stichdatum noch Stunden abwählen und die Leistungsnachweise werden auf Grundkursniveau ausgerichtet.
  6. Die räumlichen Kapazitäten werden kontinuierlich ausgeweitet. Aller- dings müssen hier die Gemeinden, Landkreise und kreisfreien Städte als Sachaufwandsträger die entsprechenden Anträge stellen.
  7. Knapp 600 Hauptschulen haben sich mittlerweile einzeln oder im Schul- verbunde auf den Weg zur Mittelschule gemacht. Sie unterbreiten wohnortnah den Schülerinnen und Schülern ein qualitativ hochwertiges Angebot und sichern viele Schulstandorte.
  8. Bayern baut konsequent die Ganztagsangebote aus. Zum kommenden Schuljahr wird es an 795 Schulstandorten gebundene Ganztagsangebote geben und damit an 178 Standorten zusätzlich. Ferner wird es über 300 zu- sätzliche offene Ganztagsangebote geben.
  9. Bayern hat allein im Doppelhaushalt 2009/2010 die Anzahl der Planstellen um über 2.700 ausgeweitet. Sie leisten ihren Beitrag zur Verbesserung der individuellen Förderung.

Das Ministerium wird in seinen Anstrengungen, die Situation im Unterricht und an den Schulen weiter zu verbessern, nicht nachlassen. Es bleibt das Ziel des Ministeriums die individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen weiter zu verbessern. Dazu werden z. B. an den Haupt- und Realschulen im kommenden Schuljahr zusätzliche Lehrerstunden zur Verfügung gestellt.


Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden