Gymnasialeltern Bayern

Nein zum Volksbegehren! Ja zu weniger Stress im Gymnasium!

Erstens: Das Leitbild der glücklichen G 9 Familie, bei der die Mama (Papas machen dies ohnehin eher selten) ab 13.00 Uhr mit einem warmen Mitttagessen auf ihre Kinder wartet und nachmittags Hausaufgaben beaufsichtigt und die Kinder vom Reitunterricht zum Klavierunterricht oder Fußballverein fährt, stirbt innerhalb der nächsten ein, zwei Generationen aus. Die vielen Alleinerziehenden und berufstätigen Mütter sind auch schon im G 8 enorm belastet, die Rundumbetreuung für ihre Kinder zu organisieren und es ist nicht zu erwarten, dass wir gleichzeitig ein weiteres Schuljahr und gebundene Ganztagsschulen erhalten.

14.05.2014 Pressemeldung Gymnasialeltern Bayern e. V.

Zweitens: Aus bildungspolitischer Sicht begünstigt eine Rückkehr zum G 9, dass Gymnasien auch künftig an einem überholten Lehr- und Lernkonzept festhalten, das in weiten Teilen aus Frontalunterricht besteht. Offensichtlich bietet aber der G 8 Lehrplan (siehe Gymnasium Oettingen) viele Möglichkeiten, den Unterricht vollständig umzustrukturieren, um nachhaltiges Lernen in Einführungs- und Projektphasen und durch selbst gesteuertes Lernen zu ermöglichen. Die Schulordnung bietet darüber hinaus viele Innovationen an, wie Abschaffung von unangekündigten Stegreifaufgaben, mündlichen Abfragen, Einführung von Doppelstunden, themenbezogene Projektwochen, flexible Stundentafeln usw., die nur wenige Schulen nutzen, die aber den Stress für Schüler und Lehrer gleichermaßen verringern würden. Hier ist dringender Handlungsbedarf, nicht bei der Länge der Schulzeit!

Unsere Forderung:

Alle finanziellen und personellen Mittel müssen für eine Ausweitung der gebundenen Ganztagsangebote und eine Verbesserung des Unterrichts aufgewendet werden, und nicht für eine nostalgische Rolle rückwärts. Ein Volksentscheid wird aber eine kosten- und personalintensive G 9 Option beinhalten, und keine inhaltliche Verbesserung des Unterrichts, deshalb lehnen wir eine Beteiligung an dem Volksbegehren der Freien Wähler ab.


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