Neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Hauptschulen und Berufsbildenden Schulen

Die Hauptschulen und die Berufsbildenden Schulen der Stadt Hameln erproben vom kommenden Schuljahr an neue Formen der Zusammenarbeit: zur Verbesserung der Ausbildungs- und Berufschancen von Hauptschülerinnen und Hauptschülern. In einem Schulversuch arbeiten die Hauptschulen Klütschule, Südstadt und Pestalozzi-Schule mit den Berufsbildenden Schulen Eugen-Reintjes-Schule und Elisabeth-Selbert-Schule zusammen, indem sie Unterricht mit Praxisanteilen verbinden. Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Schuljahrgangs der Hauptschulen erhalten in dem Schulversuch, der zunächst bis 31. Juli 2012 läuft, an zwei Unterrichtstagen pro Woche an den Berufsbildenden Schulen Unterricht in Fachpraxis und -theorie in ausgewählten Berufsfeldern (Metall-, Fahrzeug- und Elektrotechnik, Ernährung und Hauswirtschaft, Körperpflege sowie Sozialpädagogische Berufe).

26.06.2008 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

"Die Förderung der Berufschancen von Hauptschülerinnen und Hauptschülern ist eines der vorrangigen Ziele der Landesregierung", sagte Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann. "Wir wollen die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, in ihrer beruflichen Orientierung individuelle Schwerpunkte setzen zu können. Dabei spielt die Zusammenarbeit mit Berufsbildenden Schulen, aber auch mit Unternehmen eine große Rolle. Darum ist es besonders zu begrüßen, dass die regionale Wirtschaft und das Handwerk den Schulversuch ebenso unterstützen wie der Landkreis und die Stadt Hameln."

Eines der Ziele des Schulversuchs ist es, dass die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 an den berufsbildenden Schulen möglichst die gleichen Inhalte vermittelt bekommen wie in einem Berufsgrundbildungsjahr oder an einer Berufsfachschule. Außerdem soll leistungsstarken Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit des Einstiegs in die Klasse 2 der zweijährigen Berufsfachschule ermöglicht werden, die zu einem Realschulabschluss oder zum Erweiterten Sekundarabschluss I führt.

"Erste gute Erfahrungen einer ähnlichen Zusammenarbeit von Schulen in Neustadt am Rübenberge deuten darauf hin, dass mit einer solchen Zusammenarbeit die Berufschancen von Hauptschulabsolventinnen und -absolventen deutlich verbessert werden können", sagte Elisabeth Heister-Neumann weiter. "Deshalb soll mit diesem neuen, weiterentwickelten Schulversuch in Hameln geprüft werden, ob und wie wir die gemachten Erfahrungen landesweit umsetzen können."


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