Niedersachsen für Lehrkräfte attraktiv

„Niedersachsen ist ein attraktiver Standort für Lehrkräfte auch aus anderen Bundesländern. Bei den so genannten Ländertauschverfahren zu den Einstellungsterminen gibt es regelmäßig mehr Versetzungsanträge aus andern Ländern nach Niedersachsen hinein als heraus“, hat der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (01.12.2006) klargestellt. „Es gibt keine Hinweise darauf, dass junge Lehrkräfte abwandern würden“, sagte Busemann. Offenbar seien vielen Lehrerinnen und Lehrern pädagogischer Anspruch und im bundesweiten Vergleich durchaus vorzeigbare Unterrichtsverpflichtungen doch wichtiger als bestimmte Besoldungsregeln.

01.12.2006 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

Zum 1. August 2006 seien zum Beispiel 35 Lehrkräfte mehr auf eigenen Wunsch nach Niedersachsen gekommen als von hier versetzt wurden, davon 34 mit dem Lehramt an Gymnasien, zum Teil auch mit Mangelfächern. Zum 1.Februar 2007 kämen erneut 15 Lehrkräfte mehr als gingen. „Auf Grund einer verfehlten Einstellungspolitik in der Vergangenheit und der gewollten besseren Bildungsbeteiligung gibt es fächerspezifische Engpässe an den Gymnasien. Geld und Stellen allein nützen wenig, wenn es nur eine begrenzte Anzahl von Lehramtsbewerberinnen und Bewerbern mit bestimmten Fächerkombinationen gibt“, stellte Busemann fest. Er sehe aber keinen Anlass, die Situation zu dramatisieren.

„Wir haben die Zahl der Plätze im Vorbereitungsdienst um über 25 Prozent auf über 4.500 ausgebaut. Zum 1. November 2006 wurden insgesamt 920 Referendare zusätzlich eingestellt. Mit unserer Kampagne für den Lehrerberuf, die seit 2004 in den Abschlussklassen der gymnasialen Oberstufen läuft, weisen wir besonders darauf hin, für welche Unterrichtsfächer besonderer Bedarf und deshalb beste Einstellungschancen bestehen“, machte Busemann deutlich. Bei den letzten Einstellungsrunden habe der Schwerpunkt der Ausschreibungen jeweils deutlich beim Lehramt an Gymnasien gelegen. „Für eine gewisse Übergangszeit helfen wir den Schulen zum Beispiel durch vorgezogene Einstellungsangebote an Referendare mit Mangelfächern und durch Quereinsteiger, die den gegenwärtigen Bewerbermangel beim Lehramt an Gymnasien in den Fächern Physik, Mathematik, Spanisch, Latein und Kunst teilweise ausgleichen, so Busemann abschließend.


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