Niedersachsen: Rekordausbau im Ganztag
Niedersachsen treibt den Ausbau der Ganztagsschulen im Land mit großer Dynamik voran und setzt zum Schuljahr 2026/27 ein deutliches Zeichen: Mit 237 neuen Ganztagsschulen, darunter 221 Grundschulen, startet das Land gut aufgestellt in die Umsetzung des kommenden Rechtsanspruchs auf ganztägige Betreuung im Grundschulalter.
08.05.2026 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches KultusministeriumDamit werden künftig mehr als 85 Prozent der öffentlichen allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen Ganztagsschulen sein. Der Ganztag wird damit zu einem nahezu flächendeckenden Standard im Bildungssystem des Landes.
„Das ist ein Rekordausbau im Ganztag und ein starkes Signal zum Start des Rechtsanspruchs: Niedersachsen ist auf Kurs“, erklärt Kultusministerin Julia Willie Hamburg. Der Ausbau zeige, dass das Land gemeinsam mit Schulen und Schulträgern konsequent an einem gut aufgestellten Bildungssystem arbeite. „Mit der großen Zahl neuer Ganztagsschulen machen wir deutlich, dass wir den Ganztag in Niedersachsen gemeinsam und konsequent weiterentwickeln. Damit schaffen wir verlässliche Strukturen für Kinder und Familien in allen Regionen des Landes und bringen den Rechtsanspruch Schritt für Schritt in die Praxis. Niedersachsen sorgt damit für bessere Bildungschancen von Kindern und für spürbare Entlastung von Familien.“
Niedersachsen baut bereits seit 2013 den Ganztag an seinen Schulen qualitativ auf. Zur Umsetzung des Rechtsanspruchs hat das Land insofern die Möglichkeit geboten, den Rechtsanspruch auf Ganztag im Rahmen dieses bewährten Systems auch umzusetzen. Damit hat Niedersachsen frühzeitig reagiert und baut die bestehenden Strukturen gezielt aus, um ein verlässliches, flächendeckendes Angebot sicherzustellen. „Unser Ziel ist klar: Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung soll nicht nur auf dem Papier stehen, sondern im Alltag der Familien ankommen. Mit dem Ausbau der Ganztagsschulen schaffen wir dafür die entscheidende Grundlage.“ Gleichzeitig steht es den Jugendhilfeträgern frei, den Rechtsanspruch auch anderweitig, beispielsweise über Horte oder Grundschulkooperationen, umzusetzen, da die regionale Situation unterschiedlich ist. Insofern zeigen die mehr als 85 Prozent einen Baustein der Umsetzung des Rechtsanspruchs, sind aber nicht der einzige Weg.
Ganztagsschulen finden sich in allen Schulformen und in allen Regionen in ganz Niedersachsen wieder. Die Schulen wählen dabei entsprechend ihrem pädagogischen Konzept zwischen einer offenen, teilgebundenen oder voll gebundenen Organisationsform. Die Mehrzahl bietet zurzeit ein offenes Angebot an, das die Schülerinnen und Schüler bzw. ihre Erziehungsberechtigten frei anwählen können. Diese Organisationsform spiegelt sich auch in der Mehrzahl der diesjährigen Anträge wider: 214 der 237 Schulen haben sich für die Ausgestaltung einer offenen Ganztagsschule entschieden.
An teil- und vollgebundenen Ganztagsschulen ist das Angebot an bestimmten Tagen für alle Kinder verbindlich. Insgesamt setzen 23 der neuen Ganztagsschulen auf diese teilgebundene Organisation. Ein Teil der Schulen hat sich dabei auch auf eine jahrgangweise Kombination aus offener und teilgebundener Form entschieden.
- Niedersachsen stärkt Schulen mit neuen digitalen Instrumenten
- 50 Jahre Landesschülerrat Niedersachsen
- Niedersachsen stärkt Basiskompetenzen und individuelle Förderung
Keine Kommentare vorhanden