"Nun 400 Festeinstellungen für Gymnasiallehrer"

"Mit der Einstellung von nun 400 Bewerberinnen und Bewerbern stellt Bayerns Kultusministerium zum zweiten Schulhalbjahr den Unterricht an den Gymnasien und Beruflichen Oberschulen mit qualifizierten Lehrkräften sicher. Die Einstellung erfolgte nach dem jeweiligen Bedarf der Schulen", nahm Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle heute zur Einstellungspraxis Stellung. Er hat nochmals 50 Superverträge im Umfang von Zweidrittel-Beschäftigungsverhältnissen zusätzlich bereit gestellt. Damit erhöht sich die Anzahl der Einstellungen von der Hälfte der Bewerber auf zwei Drittel. In den nächsten Tagen wird Minister Spaenle mit den Vertretern der Referendare für Gymnasien ein Gespräch über deren Forderungen zur Beschäftigungssituation und zur Bildung eines Lehrerpools führen, die dem Minister gestern übergeben worden waren.

20.01.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Hinsichtlich der Einstellungspraxis ab Februar 2010 machte der Minister folgenden Zusammenhang klar:

  1. Der Haupteinstellungstermin für Gymnasiallehrer ist September und nicht Februar.

    Das Kultusministerium konnte zum Februar 2010 damit 370 Bewerber- innen und Bewerber in den gymnasialen Schuldienst übernehmen. Die dazu notwendigen Stellen waren vor allem durch Elternzeit, Dienst- unfähigkeit sowie einige wenige durch Ruhestand frei geworden. Minister Spaenle hatte weitere 50 Stellen bewilligt, die als Mobile Reserve beschäftigt werden.

    Haupttermin für Pensionierungen oder Beurlaubungen und damit auch für Neueinstellungen ist im Bereich der Gymnasien jedoch der Schul- jahresbeginn jeden Jahres. Rd. 40 Prozent der Stellen, die im Herbst zur Verfügung stehen, werden mit Kandidaten der Warteliste besetzt.

  2. Im September haben auch die Bewerberinnen und Bewerber, die jetzt nicht eingestellt wurden, eine neue Chance. Einstellungen erfolgen zum September auch über die Warteliste, in die sich die jetzt nicht zum Zuge gekommenen Bewerber eintragen lassen können.

  3. Es gibt einen Einstellungskorridor für die besten Absolventen der einzelnen Fächer. Damit gibt das Ministerium ihnen eine Perspektive und kann zugleich besonders qualifizierte Absolventen für den Frei- staat halten.

    Auch zum Einstellungstermin Februar 2010 wurden die besten Absol- venten eingestellt, selbst in Fächern und Fächerkombinationen, in denen kein Bedarf für Lehrkräfte vorlag. Konkret bedeutet dies: Durch die zusätzliche Vergabe von nun insgesamt 70 Superverträgen, um die besten Absolventen einzustellen, und die Vermittlung von mindestens 30 Bewerbern in den Bereich der Beruflichen Oberschule konnten nun doch etwa 100 der rund 300 Bewerbern mit Leitfach Deutsch oder Englisch eingestellt werden.

  4. Eine zeitweise Entspannung für die Einstellungschancen für Bewerber mit den Fächern Deutsch bzw. Englisch ist zum September 2010 auf- grund einer höheren Anzahl ausscheidender Lehrkräfte im Sommer ab- zusehen.

  5. Die Einstellung für die Gymnasien erfolgt differenziert nach dem Bedarf der Schulen an Lehrkräften für einzelne Fächer. Den Bedarf melden die Schulen an das Kultusministerium.

    Das Kultusministerium hatte schon in der Lehrerbedarfsprognose 2004 wie auch in Pressemitteilungen in den vergangenen Jahren regelmäßig darauf hingewiesen, dass die Einstellung an Gymnasien differenziert nach Fächern erfolgt und sich dabei der Bedarf sehr unterschiedlich gestaltet. So wurde z. B. in der Lehrerprognose 2006 nicht nur darauf hingewiesen, dass im Jahr 2010 erstmals wieder mehr Bewerber als Einstellungsmöglichkeiten vorhanden sein werden, sondern auch explizit die Problematik bei den Einstellungsmöglichkeiten im Be- reich der modernen Fremdsprachen und Deutsch angesprochen.

  6. Aufgrund der bisherigen Situation ergeben sich für die Bewerberinnen und Bewerber, die im Februar nicht in den Staatsdienst eingestellt werden, alternative Beschäftigungsmöglichkeiten bei privaten und kommunalen Schulträgern.


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