Niedersachsen

Oberschule kein Erfolgsmodell - nur Übergangslösung

Nach Angaben der Landtagsgrünen ist ein Drittel der niedersächsischen Oberschulen bereits im Jahr 2015 von der Schließung bedroht. Aus der Antwort der Landesregierung auf eine aktuelle Anfrage der schulpolitischen Sprecherin Ina Korter geht hervor, dass von insgesamt 216 an 76 Schulen im 5. Jahrgang nicht die vorgeschriebene Mindestzahl von 48 Schülerinnen und Schülern erreicht wird. "Das zeigt: das vielgelobte Modell der Landesregierung ist allenfalls eine Übergangslösung aber kein Erfolgsmodell", sagte die Grünen-Politikerin (heute) Donnerstag in Hannover.

22.11.2012 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

Das bestätigen nach Ansicht Korters auch die anderen in der Antwort genannten Zahlen. 73 Prozent der Oberschulen seien aus bestehenden Haupt- und Realschulen hervorgegangen. "Da wurde nicht viel mehr geändert als das Türschild".

Nur 26 Oberschulen und damit nur 12 Prozent hätten ein gymnasiales Angebot. Dieser Anteil sei noch geringer als im Vorjahr (14 Prozent). "Die Eltern wünschen sich, dass die Schule einen Weg zum Abitur offenhält. Diesem Wunsch werden die meisten Oberschulen nicht gerecht", sagte Korter.

Es verwundere auch nicht, dass nur sehr wenige Eltern Kinder mit einer Gymnasialempfehlung zur Oberschule geschickt hätten. "Statt einer neuen Schulform mit einem gymnasialen Schmalspurangebot wären Integrierte Gesamtschulen als bewährte Schulform besser angenommen worden", sagte die Grünen-Politikerin.

Korter forderte die Landesregierung auf, den Oberschulen die Möglichkeit einzuräumen, sich zu Gesamtschulen mit einem umfassenden Angebot weiterzuentwickeln.

Kleine Anfrage: Oberschule mit Antwort der Landesregierung (PDF)

www.gruene-niedersachsen.de


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