Bayern

Offensive für den Lehrerberuf geht weiter: Berlin gibt Einstellungszusage für Absolventen mit Mangelfächern

Berliner Referendarinnen und Referendare mit Mangelfächern, die im nächsten Prüfungszeitraum Dezember 2010 bis Januar 2011 sowie im Mai/Juni 2011 ihr zweites Staatsexamen machen, erhalten schon jetzt eine Einstellungsgarantie für den Berliner Schuldienst: diese Zusage steht unter dem Vorbehalt des Bestehens der zweiten Staatsprüfung mit der Note 1, 2 oder 3. Die Einstellungszusage betrifft Referendarinnen und Referendare mit den Fächern Physik und Informatik - jeweils mit beliebigem Beifach - und solche mit den Fächerkombinationen Mathematik/Chemie, Englisch/Mathematik, Latein/Englisch und Latein/Chemie (Februar 2011) und Latein/Mathematik (August 2011).

07.10.2010 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Die Einstellungsgarantie wird für Referendarinnen und Referendare des kommenden Prüfungszeitraums zum Februar 2011 wirksam, für die des Prüfungszeitraums im Mai/Juni 2011 zum kommenden Schuljahr. In der kommenden Woche erhalten aller betroffenen Referendarinnen und Referendare schriftlich das Angebot der Einstellungsgarantien. Die konkrete Zuordnung zu einer Schule erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt, wobei die Wünsche der Betroffenen berücksichtigt werden sollen.

Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner (SPD): "Mit der Einstellungsgarantie geben wir angehenden Lehrkräften mit Mangelfächern eine klare Perspektive. Für unsere Schulen wollen wir zu einem möglichst frühen Zeitpunkt diese Lehrkräfte gewinnen. Da-bei zeigt sich das Land Berlin erneut kreativ bei der Werbung für den Lehrerberuf. Die Einstellungsgarantie macht es der nachwachsenden Lehrergeneration noch leichter, sich für ein Stellenangebot in unserer Stadt zu entscheiden. Die frühzeitigen Einstellungszusa-gen sind der nächste Akt bei der Offensive für den Lehrerberuf, mit der Berlin seine Konkurrenzfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt für Lehrkräfte festigen soll."

Berlin zahlt seinen angestellten Lehrerinnen und Lehrern bereits seit Herbst 2009 einen deutlichen Zuschlag zum bisherigen Gehalt. Die Gehaltserhöhung galt ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens sowohl für die bislang angestellten Lehrkräfte als auch für jede Neuein-stellung. Neu angestellte Lehrkräfte verdienen so ab Herbst 2009 brutto rund 3.846 Euro monatlich. Diese Gehaltserhöhung war durch eine Klausel im Tarifrecht möglich ge-worden, die eine "endgültige übertarifliche Eingruppierung" in der höchsten Erfahrungs-stufe (5) praktikabel macht. Ferner hat das Land die Zahl der Referendarsplätze um 300 auf den neuen Spitzenwert von 2.200 erhöht und schafft weitere 600 Studienplätze für Lehramtsstudentinnen und Lehr-amtsstudenten. Die jährlichen Mehrkosten betragen im Jahr 2010 fast 24 Millionen Euro für die Lehrergehälter. Die erhöhte Lehrerausbildung - mehr Studienplätze und mehr Referendare - erfordert zusätzlich weitere 4,2 Millionen Euro, so dass in die Offensive für den Lehrerberuf im Jahr 2010 rund 30 Millionen Euro investiert werden.


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