Olbertz: Aktuelle Diskussion um Schule sollte auch gut arbeitende Schulen herausstellen

Olbertz trat heute dem Eindruck entgegen, er würde die Situation in der Sekundarschule Gardelegen als "Einzelfall" herunterspielen. Er selbst habe nie von einem Einzelfall gesprochen, sondern sich gegen die Überzeichnung der Situation als "Spitze des Eisberges" durch die GEW gewehrt.

06.04.2006 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Die Mitteldeutsche Zeitung hatte darüber am Vortag korrekt berichtet. Olbertz wiederholte, dass die in Gardelegen eingetretene Situation sehr ernst zu nehmen sei. Nicht nur die bauliche Situation an der Schule sei bedrückend. Deshalb werde er sich in den nächsten Tagen einen Überblick vor Ort verschaffen und gemeinsam mit dem Schulträger die Frage erörtern, wie man schnell und wirksam Abhilfe schaffen könne.

Man sollte aber auch über die Art und Weise der öffentlichen Kommunikation über die Schulen im Land nachdenken, sagte Olbertz. "Wenn die Medien einen ernsthaften Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten wollen, was sie zu Recht auch von der Politik fordern, dann müssen sie auch gute und erfolgreiche Schulen, die es im Land in großer Zahl gibt, in den Vordergrund der Aufmerksamkeit stellen. Andernfalls entsteht ein Zerrbild, das Schulen, Lehrer, Eltern und Schüler eher entmutigen als motivieren wird."

Gerade mit Blick auf die Eltern seien beispielgebende Schulen bzw. erfolgreiche schulische Projekte ein wichtiger Anlass, sich einzubringen und mit den Schulen zusammenzuarbeiten. Es bestünden viele Möglichkeiten, die Schulen zu unterstützen und am schulischen Erfolg der Kinder mitzuwirken. "Bei aller berechtigten Kritik stelle ich mich vor die Lehrerinnen und Lehrer im Land, die in der großen Mehrzahl eine engagierte Arbeit leisten", erklärte der Kultusminister.


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