Olbertz: Anteil der Schulabbrecher an Sekundarschulen in Sachsen-Anhalt seit 2002 fast halbiert

In der vergangenen Woche hat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel eine Bildungskampagne angekündigt, die dazu beitragen soll, dass die Schulabbrecherzahlen in Deutschland in den nächsten Jahren halbiert werden. Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz erklärte dazu, dass er jede Initiative unterstütze, mit der sich die Chancen junger Leute verbesserten, mit einem erfolgreichen Schulabschluss in die nächste Etappe ihrer Ausbildung einzutreten und damit gute Perspektiven für ihre Zukunft zu entwickeln.

11.01.2008 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Auch die neueste Schulabgängerstatistik zeige, dass hier in Sachsen-Anhalt inzwischen seit mehreren Jahren eine positive Entwicklung zu verzeichnen sei. "Erhielten 2002 noch 11,7 % der Sekundarschülerinnen und -schüler keinen Abschluss, so ging dieser Anteil bis 2007 auf 6 % zurück. Dafür verdienten alle Dank, die zu dieser Entwicklung beigetragen hätten. Der Anteil der tatsächlichen Schulabbrecher, die ohne einen Abschluss die Schule verlassen, an der Gesamtabgängerzahl betrug 2007 rd. 4,8 % (den doppelten Abiturjahrgang bereits herausgerechnet).

Olbertz dazu: "Die Programme und Reformansätze im Land, z.B. das Produktive Lernen, haben gute Früchte getragen. In dieser Richtung ist weiterzuarbeiten, damit möglichst viele Schülerinnen und Schüler das System mit einem Abschluss verlassen. Um den Erfolg eines jeden einzelnen Schülers muss gerungen werden. Unter anderem werden wir in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Gesundheit und Soziales im Rahmen eines Förderprogramms aus Europamitteln lernschwachen Schülern künftig mehr Förderangebote unterbreiten, die Schulsozialarbeit ausbauen und Netzwerke gegen Schulversagen entwickeln."

Der Minister wandte sich erneut dagegen, dass in Schul¬abbrecher¬statistiken oft diejenigen Schülerinnen und -schüler mitgezählt werden, die an einer Förderschule lernen und dort einen Abschluss erwerben. "Das sind keine erfolglosen Schülerinnen und Schüler, sondern sie erwerben unter erheblicher Anstrengung und intensiver Förderung einen für sie erreichbaren Abschluss", so Olbertz. Deshalb sei die Aussage, die Schulabbrecherquote in unserem Land liege bei 11,1 %, nicht richtig. Ungeachtet dessen sei der Anteil der Förderschülerinnen und -schüler an der Gesamtschülerzahl in Sachsen-Anhalt überdurchschnittlich hoch.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden