PC-Ausstattung: Berufsschulen liegen vorn
(bikl) Die Computerausstattung der bundesdeutschen Schulen erreicht mittlerweile fast die 100 Prozentmarke: Denn 98 % der Schulen sind mit stationären und mobilen Computern für den Unterrichtseinsatz ausgestattet. Das bedeutet in konkreten Zahlen: Fast eine Million Computer stehen in den Schulen. Das ergab jetzt die vierte bundesweite Erhebung zur "IT-Ausstattung der allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen in Deutschland".
29.11.2004 ArtikelNeun Schüler teilen sich im Durchschnitt an den Berufsschulen einen Computer. In den Sekundarschulen I und II liegt die Relation bei 13 : 1. und in den Grundschulen bei 15 : 1.
Spitzenreiter: Berufsschulen
Die Berufsschulen schneiden durchweg am besten ab: Hier sind es nicht nur relativ wenige Schüler, die sich einen PC teilen müssen, auch die Qualität der Rechner liegt deutlich über der in anderen Schulen: In den Grundschulen sind nur 43 % der Computer multimediafähig, in den Sekundarstufen sind es 69 % und in den berufsbildenden Schulen 71 %. In jeder berufsbildenden Schule befinden sich im Durchschnitt 97 Computer, jede Sekundarschule I und II ist durchschnittlich mit 33 Computern ausgerüstet und jede Grundschule mit 15 Geräten.
Lernsoftware liegt vorn
Was wird eigentlich mit den Computern in den Schulen gemacht? Spitzenreiter bei der eingesetzten Software ist nach wie vor bei den allgemein bildenden Schulen die Lernsoftware, gefolgt von multimedialen Nachschlagewerken und Programmen zum Erstellen multimedialer Anwendungen. Software mit Werkzeugcharakter und Programmiersprachen spielen in den allgemein bildenden Schulen nur eine Nebenrolle. Platz eins bei den berufsbildenden Schulen belegt die berufsbezogene Software mit 85 %.
In der Grundschule Deutsch – in der Sekundarstufe Mathe
Grundschulen setzen den Computer am häufigsten in Deutsch ein, gefolgt von Mathematik, Sachunterricht und Arbeitsgemeinschaften. In den Sekundarstufen wird der PC am häufigsten für die Fächer Mathematik, Deutsch, den Naturwissenschaften, und Informatik genutzt, sowie in Arbeitsgemeinschaften, während der Schwerpunkt bei den berufsbildenden Schulen im Fach Informatik liegt, gefolgt von Deutsch, den Gesellschaftswissenschaften, Fremdsprachen und Mathematik.
Interneteinsatz im Unterricht
Das World Wide Web wird in den Grundschulen vorwiegend im Sachunterricht, in Deutsch und in den Arbeitsgemeinschaften genutzt. In den Sekundarstufen wird das Internet in erster Linie in den Naturwissenschaften, Informatik und Arbeitsgemeinschaften eingesetzt. Die berufsbildenden Schulen nutzen das Internet häufig in Informatik, Deutsch und Gesellschaftswissenschaften.
Auch außerhalb des Unterrichts
Immerhin 43 % der bundesdeutschen Schulen bieten ihren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die Computer auch außerhalb des Unterrichts zu nutzen.
Die Ergebnisse der Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sind aktuell: Sie entsprechen dem Stand Juli 2004.
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