Philologen-Verband fordert Gleichbehandlung der Schulformen bei Organisationsfragen
Der Philologen-Verband fordert, dass alle weiterführenden Schulen bei der Errichtung und Weiterführung gleichbehandelt werden. Daher unterstützt er den Gesetzesentwurf der FDP, auch für Gymnasien Teilstandorte ohne Vorbedingungen zu genehmigen.
20.11.2013 Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)Die Zahl von 25 Schülerinnen und Schülern pro Klasse sowie die Möglichkeit zur horizontalen wie auch vertikalen Teilstandortbildung in allen weiterführenden Schulformen müssen gesetzlich verankert werden. Diese Möglichkeiten dürfen nicht von der jeweiligen Genehmigungspraxis der Bezirksregierungen abhängig sein.
Die demografische Entwicklung insbesondere im ländlichen Raum hat im 8. Schulrechtsänderungsgesetz bereits zu Veränderungen bei den Vorschriften zur Errichtung von Sekundar- und Gesamtschulen geführt. Dies wurde von den Regierungsfraktionen SPD und Bündnis 90 /Die Grünen seinerzeit damit begründet, ein entsprechendes Schulangebot vor Ort errichten oder erhalten zu können.
"Unbestritten ist, dass die vorhandene Bildungslandschaft in einer Gemeinde oder in einer Stadt im ländlichen Raum ein entscheidender Standortfaktor ist. Nur bei einem gut ausgebauten Schulangebot wird es solchen Gemeinden und Städten gelingen, junge Familien zur Ansiedelung zu bewegen. Daher ist es für Eltern in ländlichen Gebieten aber genau aus diesem Grunde besonders wichtig, möglichst zwischen unterschiedlichen Schulformen frei wählen zu können. Dies ist aber nur dann gewährleistet, wenn für alle weiterführenden Schulen gleiche Errichtungs- und Teilstandortbildungsbedingungen gelten. Für eine Bevorzugung einzelner Schulformen haben wir kein Verständnis. Eine Ungleichbehandlung hat zu unterbleiben und ist auch Eltern nicht zu vermitteln", so Peter Silbernagel, Vorsitzender des nordrhein-westfälischen Philologen-Verbandes.
Die Kommunen benötigen für ihre künftigen Entscheidungen Rechtssicherheit. Sie benötigen diese Rechtssicherheit insbesondere auch, um bei den notwendigen regionalen Schulentwicklungsplanungen alle Optionen mit bedenken zu können.
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