Persönlichkeitsbildung

Philologenverband begrüßt Plädoyer von Ministerin Wanka für ein umfassendes Bildungsverständnis

Als richtig und wichtig hat der DPhV-Bundesvorsitzende Heinz-Peter Meidinger die Aussage der Bundesbildungsministerin Johanna Wanka in der heutigen Bundestagsdebatte über die PISA-Ergebnisse 2012 gewertet, dass man Schülerinnen und Schüler nicht auf Noten und die bei Vergleichstests erzielten Ergebnisse reduzieren dürfe. Die Vermittlung von Werten sowie Persönlichkeitserziehung gehöre zu einem umfassenden Bildungsverständnis unabdingbar dazu.

16.01.2014 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

Bezüglich der PISA-Ergebnisse 2012 zeigte sich Meidinger erfreut darüber, dass deutsche Schüler inzwischen z.B. in den Naturwissenschaften in das beste Viertel der beteiligten Länder vorgestoßen seien und dass sich die Koppelung zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg deutlich gelockert habe.

Kritik übte er an übersteigerten Erwartungen und Versprechen der Politik bezüglich weiterer Leistungssteigerungen. "Ich halte es für falsch, so wie die neue Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Sylvia Löhrmann, anzukündigen, dass Deutschland in die absolute Spitzengruppe vorstoßen wolle und werde. Die Spitzengruppe bilden inzwischen fast ausschließlich ostasiatische Staaten, bei denen die Schüler häufig nach einer Ganztagsbeschulung noch stundenlang privaten Paukunterricht haben, um später einmal die begehrten Studien- und Arbeitsplätze zu erhalten. An einer solchen Drillschule, die dann auch zu extrem hohen Schülerselbstmordraten führt, sollten wir uns nicht orientieren", sagte Meidinger.


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