Lehrermangel

Philologenverband kritisiert Lehrerstellenstreichung in Baden-Württemberg als eklatanten Bruch von Wahlversprechen

Als einen schweren Schlag für die künftige Glaubwürdigkeit der neuen rot-grünen Landesregierung und als eine große Hypothek für alle Bemühungen, die Unterrichtsqualität in Baden-Württemberg zu verbessern, wertet der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, die Ankündigung des künftigen Ministerpräsidenten Kretschmann, die von der Vorgängerregierung geplante Streichung von 6500 Lehrerstellen doch zu realisieren.

12.04.2011 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

Der Verbandschef erinnerte daran, dass sich sowohl Grüne als auch die SPD im Vorfeld der Wahl immer für ein vollständiges Verbleiben der durch den Schülerrückgang frei werdenden Mittel, also der so genannten demographischen Rendite, im Schulbereich ausgesprochen hätten. So stehe im Wahlprogramm der Grünen auf S. 118: "Wir wollen in der nächsten Legislaturperiode deshalb alle rechnerisch durch den Schülerrückgang frei werdenden Stellen für den Ausbau und die Qualitätsverbesserung der Bildungseinrichtungen einsetzen."

Meidinger betonte: "Die Befürchtung ist jetzt groß, dass auch viele der anderen Wahlversprechen im Bildungsbereich nicht gehalten werden können. Wie steht es mit der Ankündigung, die Klassen zu verkleinern? Was ist mit dem Versprechen, den Unterrichtsausfall zu reduzieren? Ein bildungspolitischer Aufbruch sieht anders aus!"


Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden