Pilotphase zur Dokumentation der individuellen Lernentwicklung startet - Erste Arbeitstagung der Projektschulen in Hannover

"Wir wollen jede Schülerin und jeden Schüler so fördern, dass alle ihre Möglichkeiten optimal nutzen können. Der Unterricht soll den jeweiligen individuellen Lern- und Entwicklungsbedingungen Rechnung tragen", sagte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann am heutigen Dienstag in Hannover anlässlich der Auftaktveranstaltung zur Dokumentation der individuellen Lernentwicklung.

04.10.2005 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

"Wir wollen jeden da abholen, wo er steht, und Fördermöglichkeiten aufzeigen, die auf die jeweiligen Voraussetzungen, Lernwege und Lerngeschwindigkeiten der Schülerinnen ausgerichtet sind", so Busemann. Das Ziel einer begabungsgerechten individuellen Förderung für jede Schülerin und jeden Schüler sei im Niedersächsischen Schulgesetz verankert.

Zu einer ersten Arbeitstagung treffen sich heute in Hannover die Schulleitungen der 48 allgemein bildenden Schulen, die in diesem Schuljahr im Rahmen einer Pilotphase das Verfahren zur Dokumentation der individuellen Lernentwicklung erproben. Teilnehmen werden auch die 45 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die diese Schulen unterstützen und für eine Vernetzung sorgen. Zusätzlich weitere 110 Schulen nehmen ohne besondere Multiplikatoren an der Pilotphase teil. Alle 158 Schulen erhalten Vorläufige Handreichungen, die überprüft und ständig weiterentwickelt werden sollen.

"Die Dokumentation der individuellen Lernentwicklung ist das wesentliche Instrument zur Planung individuell angepasster Unterstützungsangebote für die Schülerinnen und Schüler. Sie wird mit der Einschulung angelegt und regelmäßig fortgeschrieben", erläuterte der Kultusminister. Enthalten seien Aussagen zur Lernausgangslage, zu den individuellen Zielsetzungen und zu Maßnahmen, mit deren Hilfe das jeweilige Förderziel erreicht werden solle. Der Erfolg von Förderung oder zusätzlichen Lernangeboten werde regelmäßig durch die Lehrkräfte und durch die Schülerin oder den Schüler beschrieben und eingeschätzt. "Die Dokumentation der individuellen Lernentwicklung von Schülerinnen und Schülern ist ein wesentlicher Baustein zur Qualitätsentwicklung und Qualitätsverbesserung in den Schulen", betonte Busemann abschließend.


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