PISA 2009 am DIPF

Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt am Main hat im Auftrag der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) das nationale Projektmanagement für das Programme for International Student Assessment (PISA 2009) in Deutschland übernommen.

08.05.2007 Pressemeldung DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Diese internationale Studie der OECD erfasst in über 60 Ländern die Kompetenzen von 15jährigen Schülerinnen und Schülern in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Unter Leitung von Prof. Eckhard Klieme, dem Direktor des DIPF, ist ein Konsortium mit Expertinnen und Experten aus der empirischen Bildungsforschung für die nationale Umsetzung von PISA 2009 verantwortlich.

Mitglieder des Konsortiums und Experten für den Bereich der Lesekompetenz sind Prof. Cordula Artelt (Empirische Bildungsforschung, Universität Bamberg), Prof. Wolfgang Schneider (Pädagogische Psychologie, Universität Würzburg), sowie Prof. Petra Stanat (Erziehungswissenschaft, Freien Universität Berlin). Prof. Manfred Prenzel als geschäftsführender Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften an der Universität Kiel und Leiter der PISA 2003 und PISA 2006-Studien ist ebenfalls Mitglied des Konsortiums. Als assoziiertes Mitglied ist Prof. Olaf Köller, Direktor des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen der Kultusministerkonferenz Berlin im Konsortium vertreten.

Über das nationale Projektmanagement hinaus ist das DIPF Mitglied des internationalen Konsortiums für PISA 2009 und beteiligt sich in dieser Rolle an der Entwicklung und Erprobung innovativer, computergestützter Testformate. Diese Erweiterung traditioneller Testmethoden bietet den Vorteil einer effizienten Leistungserfassung und ermöglicht die Nutzung lebensnaher Testszenarien durch dynamische und interaktive Aufgaben.

In 2009 wird der Schwerpunkt von PISA wieder auf der Erfassung der Lesekompetenz liegen, die schon im allerersten PISA-Zyklus im Jahr 2000 im Mittelpunkt stand. Besonders interessante Ergebnisse lassen die längsschnittlichen Trendanalysen von Kompetenzentwicklung und Bedingungsfaktoren über die vier Erhebungszyklen seit dem Jahr 2000 erwarten.

Von Bedeutung sind neben den personalen Voraussetzungen die institutionellen Kontextfaktoren des Lehrens- und Lernens auf Klassen-, Schul-, und Systemebene. PISA 2009 als kontinuierliches, internationales Instrument des Bildungsmonitoring stellt hierfür aussagekräftige Indikatoren über einen Zeitraum von 9 Jahren hinweg zur Verfügung.

Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören 84 außeruniversitäre Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten interdisziplinär und verbinden Grundlagenforschung mit Anwendungsnähe. Sie pflegen intensive Kooperationen mit Hochschulen, Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Das externe Begutachtungsverfahren der Leibniz-Gemeinschaft setzt Maßstäbe. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung. Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und haben einen Gesamtetat von über 1 Milliarde Euro. Näheres unter www.leibniz-gemeinschaft.de.


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