PISA-Studie

PISA: Nichts als frömmelndes Medien-Spektakel?

Der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes, Anton Huber, zeigt sich erstaunt über die Kommentare zu den aktuellen PISA-Ergebnissen, die eigentlich erst am 7. Dezember veröffentlicht werden. Noch bevor die Ergebnisse veröffentlicht seien, hätten die verschiedensten Bildungs-Ideologen bereits wieder Patentrezepte parat, wie man in Deutschland Bildung angeblich besser gestalten könnte. Die einen schlagen die Einheitsschule vor, die anderen das Zwei-Säulen-Modell.

06.12.2010 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Huber: "Früher musste man solche Manöver linken Reformern zuweisen – mittlerweile reihen sich in diese unseriöse Art von Meinungs- und Stimmungsmache Spitzenpolitiker bürgerlicher Parteien ein. Hauptsache: schnell, laut, absurd. In vielen Medien finden nur die ein Forum, die dieses simple Schema bedienen. Tatsächliche Expertise ist nicht gefragt. Mit Medien-Demokratie hat das nichts mehr zu tun. Kein Wunder, dass da viele sogenannte Experten Totengesänge auf das Bildungsland Deutschland anstimmen – sie tragen ja selbst dazu bei". Wirklich konstruktive inhaltliche Auseinandersetzungen könne es in so einer scheinheiligen Atmosphäre, in der die einen pseudowissenschaftliche Erkenntnisse in die Welt setzten und andere schulpolitische Fehlentscheidungen, wie z. B. in Niedersachsen, zu rechtfertigen versuchten, nicht geben, so Hubers ernüchterndes Fazit zur aktuellen PISA-Diskussion.

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