Aufgabe

Politische Europabildung an Schulen

Politische Bildung ist unverzichtbar, um die Herausforderungen für die Europäische Union und Chancen der „Einheit in Vielfalt“ verstehen zu können. Sie hilft, Zusammenwachsen erlebbar zu machen und einzuordnen. Im Fachunterricht und im Schulkontext sind Europabildung und politische Bildung in einander verflochtene Aufgaben.

19.11.2020 Bundesweit Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder
  • © www.pixabay.com

Im Kontext der aktuellen Entwicklung gewinnt diese Verzahnung noch an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund sind im Rahmen einer als Videokonferenz durchgeführten Fachtagung die Kultusministerkonferenz und die Bundeszentrale für politische Bildung gemeinsam der Frage nachgegangen, wie politische Bildung ihre Rolle als „Europabildung“ ausfüllen kann.

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung: „Die Geschichte der europäischen Einigung ist durch ein Ineinander von Auf- und Zusammenbrüchen gekennzeichnet. Bei der Einordnung dieser Prozesse stößt eine traditionelle nationalstaatliche Perspektive an ihre Grenzen. Deswegen bedarf es der politischen Bildung, die einen Perspektivwechsel ermöglicht. Gleichzeitig darf politische Europabildung nicht bei der Analyse des Handelns staatlicher Akteure stehen bleiben. Sie sollte ebenso die europäische Dimension des Alltages der Menschen in den Blick nehmen. Wer hier die Veränderungsprozesse verfolgt, erlebt den Gewinn des europäischen Integrationsprozesses. In diesem Sinne ist Europabildung eine lebenslange Aufgabe – die ihren Anfang in Kita und Schule hat.“

Dr. Stefanie Hubig, Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2020 und rheinland-pfälzische Bildungsministerin: „Gemeinsam. Europa wieder stark machen‘ lautet das Motto der kürzlich begonnenen europäischen Ratspräsidentschaft. Als Präsidentin der Kultusministerkonferenz im Jahr 2020 habe ich ebenfalls einen Schwerpunkt auf Europa gelegt: Europa wird dieser Tage in Frage gestellt, wird angegriffen. Ich möchte unsere Schülerinnen und Schüler wieder stärker für Europa, für seine Werte und das demokratische Miteinander begeistern und ihnen die große Bedeutung für uns alle näherbringen. Sie sollen Europa erleben, leben und gestalten und so ihren ganz eigenen Zugang zur europäischen Idee finden können.“

Im Vorfeld der Tagung sind gesellschaftliche Akteure aus den Bereichen Bildung, Europa(politik) und Menschen, die für ihre Europaengagement ausgezeichnet wurden, danach befragt worden, welche Erwartungen Sie an politische Europabildung in der Schule, haben, welche beschrittenen Wege gestärkt oder ausgebaut werden sollen und welche neuen Impulse oder Ansätze aufgegriffen werden sollen. Hier können diese Statements und weitere Informationen zur Fachtagung nachgelesen werden.

Des Weiteren wird auf die folgenden am 15.10.2020 von der Kultusministerkonferenz verabschiedeten Empfehlungen zu dem Thema verwiesen:


Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden