Berlin

Portal zur Selbstevaluation: Lehrkräfte holen sich Feedback von ihren Schülern

Berliner Lehrerinnen und Lehrer lassen ab dem Schuljahr 2011/2012 ihren Unterricht regelmäßig einschätzen. Das Selbstevaluationsportal des Instituts für Schulqualität (ISQ) gibt ihnen die Möglichkeit, Feedback zu eigens ausgewählten Aspekten ihres Unterrichts zu erhalten. Die Nutzung des Portals ist Teil des von Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner im Mai dieses Jahres vorgestellten Qualitätspakets für Kita und Schule.

29.07.2011 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Ab dem kommenden Schuljahr werden alle Lehrerinnen und Lehrer das Portal mindestens einmal in zwei Jahren anwenden. Inwiefern die Evaluationsergebnisse in der Kommunikation mit den an Schule Beteiligten genutzt werden – ob in Gesprächen mit der Schülerschaft, den Eltern oder dem Kollegium –, liegt allein in der Entscheidung der evaluierten Lehrkraft.

"Wie muss Unterricht gestaltet sein, damit Schülerinnen und Schüler erfolgreich lernen? Das Selbstevaluationsportal gibt hierzu Antworten und bietet zugleich einen guten Gesprächsanlass zwischen Lehrerinnen und Lehrern mit ihren Schülerinnen und Schülern. Diese systematische Rückmeldung führt zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung und vermittelt Schülerinnen und Schülern ein Gefühl der Wertschätzung, da ihre Meinung zählt", so Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner.

Das Selbstevaluationsportal wurde 2008 online gestellt und wird von vielen Schulen bereits angewendet. Es enthält sowohl Fragebögen zur allgemeinen Unterrichtsqualität als auch fachspezifische zu Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen, Naturwissenschaften, Geschichte und Sozialkunde. Im ersten Halbjahr des Schuljahrs 2011/2012 werden fachspezifische Fragebögen für die Fächer Geografie, Sport, Kunst, Musik, Ethik, Griechisch und Latein hinzugefügt. Die Fragebögen für Schülerinnen und Schüler aller Schularten ab Klasse drei wurden vom ISQ auf der Grundlage der Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz entwickelt. Für die Grundschulen sind die Fragen sprachlich altersgerecht gestaltet. Ursprünglich hatte Senator Zöllner diese Evaluation auf Schulen mit schwachen Leistungsdaten beschränken wollen. Während der Diskussion zum Qualitätspaket wurde ein allgemeiner Einsatz dieses Instruments befürwortet.

Die Befragungen sind anonymisiert, indem entsprechend der Klassengröße spezielle Transaktionsnummern (TAN) an die Schüler vergeben werden, die auf der Internetseite des ISQ zur Teilnahme an der Evaluation berechtigen. Rückschlüsse auf die einzelnen Schülerinnen und Schüler sind nicht möglich. Die Lehrkräfte können bei der Befragung entweder auf vollständige Fragebögen zurückgreifen oder diese nach dem Baukastenprinzip aus einzelnen Modulen individuell zusammenstellen. Dabei schätzen die Lehrerinnen und Lehrer auch selbst ihren Unterricht ein. So werden mögliche Abweichungen zwischen der Eigen- und Fremdeinschätzung erkennbar. Nach Abschluss der Befragung erhalten die Lehrkräfte vom ISQ eine elektronische Auswertung. Diese kann Basis für einen Austausch mit der Klasse über den Unterricht sein, aber auch nur der persönlichen Information dienen.

sep.isq-bb.de/start/index.html


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