Preisverleihung beim Wettbewerb "Zeigt her eure Schule!"

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung und das Bundesministerium für Bildung und Forschung suchten in diesem Schuljahr im Rahmen des Wettbewerbes "Zeigt her eure Schule!" wieder gelungene Praxisbeispiele für Ganztagsschulen. Die Preisträger sollen Anregungen geben, anderen Schulen Mut machen und zeigen, dass es in Deutschland gute Ganztagsschulen gibt. Der Wettbewerb "Zeigt her eure Schule!" wurde zum zweiten Mal durchgeführt.

02.05.2006 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Die heutige Preisverleihung* nimmt Eva Luise Köhler, Frau des Bundespräsidenten und neue Vorsitzende der Deutsche Kinder- und Jugendstiftung vor. In diesem Jahr waren Ganztagsschulen und ihre außerschulischen Partner aufgefordert, gemeinsam von ihren Kooperationsprojekten zu berichten. Partner können Unternehmen, soziale oder kulturelle Einrichtungen, ehrenamtliche Initiativen, Hochschulen, Museen, Sportverbände, Bibliotheken oder Kommunalverwaltungen ebenso sein wie Eltern und Großeltern, aber auch andere Schulen. "Zeigt her eure Schule!" dokumentiert, wie - gemeinsam mit den außerschulischen Partnern - im Schulalltag zusammengearbeitet wird.

Thüringens Kultusstaatssekretär Kjell Eberhardt (CDU), der an der Preisverleihung teilnehmen wird, gratuliert der erfolgreichen Thüringer Schule: "Ganztägige Angebote sind für unsere Kinder nützlich und entlasten die Eltern. In Thüringen nehmen 37 Prozent der Schülerinnen und Schüler am Ganztagsschulbetrieb teil, mehr als in allen anderen Bundesländern. Die Schulen öffnen sich und erweitern ihre außerunterrichtlichen Angebote. Sie sind eine Chance für Kinder, sich mit ihrer Schule stärker zu identifizieren und engere Bindungen an die Lehrer und Mitschüler zu finden. Dies trägt zur Entwicklung und Reife des Kindes bei."

An der Staatlichen Grundschule "Christoph Martin Wieland" in Weimar lernen derzeit rund 250 Mädchen und Jungen. Die Schule arbeitet auf der Grundlage des Jenaplan-Konzeptes und war eine von 15 Grundschulen im Freistaat, die am Schulversuch "Veränderte Schuleingangsphase" beteiligt war.

Staatssekretär Eberhardt betont, dass die Familie im Mittelpunkt aller Überlegungen stehe. Die Eltern haben das natürliche Recht, die Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder zu tragen. Ganztägige Angebote seien kein Ersatz, sondern vielmehr Ergänzung zum Familienalltag. Kinder müssten eigene Hobbies ausüben können, wenn sie diese nicht in den ganztägigen Angeboten finden. Diese Freiheit stehe jedem Kind zu. Darüber hinaus müsse jedes Kind seinem Wunsch nach Ruhe und Alleinsein nachkommen können. "Dafür Sorge zu tragen, ist ebenfalls wichtig", betonte Staatssekretär Eberhardt abschließend.

* Die Preisverleihung findet heute um 14 Uhr in der Königlichen Porzellan-Manufaktur in Berlin statt.


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