Qualifizieren allein schafft keine Ausbildungsplätze

Zum morgigen Tag der Ausbildung lobt das Kultusministerium mit Recht die Leistungen vieler Hauptschüler. Finden diese trotz ihrer guten Noten keinen Ausbildungsplatz, so landen sie nicht auf der Straße, sondern in schulischen Maßahmen. Bei diesen Maßnahmen handelt es sich nur zum Teil um ernst zu nehmende Ausbildungswege.

28.05.2006 Bayern Pressemeldung Bayerischer Elternverband

Dazu sagte die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands bei der jüngsten Vorstandssitzung: "Klassen für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz, die früheren Jungarbeiterklassen, sind einfach Plätze zum Zwischenparken der Schüler, die helfen ihnen nicht weiter. Und wenn der Staat dann durchaus sinnvolle zusätzliche Berufsfachschulen einrichten will, sperren sich Industrie- und Handelskammern oder Handwerkskammern, weil diese dem Staat keine qualifizierte Ausbildung zutrauen."

Es sei auch keine Lösung, die Hauptschüler speziell fürs Bewerben zu trainieren. "Dann kriegt zwar der Hauptschüler vielleicht tatsächlich den Ausbildungsplatz, was man ihm selbstverständlich gönnt, aber dafür bleibt dann ein Realschüler oder Gymnasiast außen vor", sagte Walther. Mehr Ausbildungsplätze entstünden nicht, "auch wenn die Schüler noch drei zusätzliche Bewerbungstrainings machen". Deswegen sei es genauso wenig eine Lösung des Ausbildungsplatzproblems, die Hauptschulen aufzuwerten, wie das immer wieder propagiert werde "und zwar immer nur von denjenigen, die ihre Kinder nicht in der Hauptschule haben". Es müssten einfach mehr Ausbildungsplätze geschaffen werden.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden