Realschulabschlussprüfungen beginnen

Am Mittwoch (27. April) beginnt an den 427 öffentlichen und 30 privaten Realschulen sowie an den 48 Abendrealschulen in Baden-Württemberg die schriftliche Realschulabschlussprüfung, an der rund 40 000 Realschülerinnen und Realschüler teilnehmen. Der schriftliche Prüfungsreigen beginnt traditionell mit dem Fach Deutsch und endet am 3. Mai mit dem Fach Mathematik. Die Prüfungsaufgaben werden zentral vom Kultusministerium gestellt.

25.04.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Die schriftlichen Prüfungen umfassen das Fach Deutsch, die Pflichtfremdsprache (in der Regel Englisch, an 11 Realschulen im Land Französisch) und das Fach Mathematik. Traditionell beginnt die Realschulabschlussprüfung mit dem Fach Deutsch, das am 27. April 2004 geprüft wird. Für die Deutschprüfungen werden den Realschulen fünf Themen genannt, aus denen die Fachlehrerin bzw. der Fachlehrer den Schülerinnen und Schülern vier Themen zur Wahl stellt. Darunter befindet sich neben lyrischen und epischen Texten sowie einer Texterörterung auch die Aufgabenart "Produktiver Umgang mit Texten", die sich auf eine Ganzschrift bezieht.

Die schriftliche Prüfung in der Pflichtfremdsprache findet am Freitag, dem 29. April 2005 statt. Sie besteht aus fünf Teilbereichen: textorientierte Aufgaben, kontextbezogene Aufgaben zu Wortschatz und grammatischen Strukturen, themengebundene Sprachproduktion, Anwendung erworbener Arbeitstechniken und methodischer Fertigkeiten sowie eine Rechtschreibüberprüfung.

Der 3. Mai 2005 ist der Termin für die schriftliche Prüfung im Fach Mathematik. Sie besteht aus einem Pflicht- und einem Wahlbereich. In Mathematik hat die Vermittlung eines fundierten Grundlagenwissens deutlich an Bedeutung gewonnen, deshalb werden im Pflichtbereich grundlegende Kenntnisse in allen realschulrelevanten mathematischen Themengebieten (Algebra, Sachrechnen, Stereometrie und Trigonometrie) geprüft.

Der Zeitraum der mündlichen Prüfungen liegt zwischen dem 20. Juni 2005 und dem 8. Juli 2005. Sie umfassen obligatorisch den Wahlpflichtbereich, der ein wesentliches Profil der Realschule darstellt. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich in Klasse 7 für eines der Fächer Natur und Technik, Mensch und Umwelt oder der zweiten Fremdsprache (Französisch bzw. Englisch). Sie haben dadurch die Möglichkeit, in dem Fach, welches sie gemäß ihren ganz spezifischen Fähigkeiten und Fertigkeiten gewählt haben, ihr erworbenes Wissen unter Beweis zu stellen. In der mündlichen Prüfung können die Schülerinnen und Schüler wählen, ob sie ein Schwerpunktthema für die Prüfung benennen oder eine Abschlussarbeit anfertigen. Die Abschlussarbeit verbindet theoretische und praktische Kenntnisse.

Mit ihrer zentralen Abschlussprüfung ist die Realschule in Baden-Württemberg eine Leistungsschule mit einem hohen Anforderungsniveau. Die über Jahre hinweg konstanten Übergangszahlen - rund ein Drittel aller Schülerinnen und Schüler wechseln nach der Grundschule in die Realschule - belegen den Erfolg dieser Schulart.


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