Realschullehrerverband spricht sich für kleinere Klassen und mehr Lehrkräfte aus
"Die heute in München stattfindende Demonstration der "Initiative Bildung 21- Bessere Schule = mehr Lehrer" enthält wichtige Forderungen nach kleineren Klassen und mehr Lehrkräften, die qualifiziert ausgebildet sind. Die Tatsache, dass sich immer wieder Initiativen wie die Initiative Bildung 21 ergeben, zeigt, dass die Lehrerversorgung an den bayerischen Schulen weiterhin angespannt ist. Das trifft für die Realschulen in besonderer Weise zu, wenngleich die bayerischen Realschulen sehr erfolgreich und effizient arbeiten, wie beispielsweise die geringen Unterrichts-ausfälle zeigen." Mit dieser Feststellung begleitet der Bayerische Realschullehrer-verband (brlv) die Aktionen von Eltern, mehr finanzielle Mittel in die Schulen zu geben, um den Unterrichtsausfall zu senken, kleinere Lerngruppen zu bilden und damit den Lernerfolg der Kinder zu steigern.
16.06.2012 Pressemeldung Verband Reale BildungBrlv-Vorsitzender Huber weiter: "Wir sollten aber auch anerkennen, dass sich an den bayerischen Schulen diesbezüglich bereits viel getan hat. Der Klassendurchschnitt konnte in den letzten Jahren wirklich deutlich gesenkt werden. Gerade mit zu-nehmenden erzieherischen Aufgaben in den Schulen bei weiterhin hoher Unterrichtsqualität ist dies ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Eltern, Schüler wie Lehrkräfte setzen darauf, dass in Zukunft die Reduzierung der Klassenstärke und die Neueinstellungen von ansonsten arbeitslosen Lehrkräften ein wichtiger Schwerpunkt des Kultusministeriums und der Bildungspolitik bleibt, und damit nicht nur neue Vorhaben wie Ganztagsschulausbau oder Inklusion im Blick stehen. Verbesserungen müssen spürbar in den Schulen, bei allen Schülern an-kommen. Hierbei war Kultusminister Dr. Spaenle durchaus erfolgreich – das sollte fortgesetzt werden, um Elternprotest überflüssig zu machen."
"Nicht nachvollziehen können wir die Behauptung der Initiative Bildung 21, dass es ein Problem mit zu wenig gut ausgebildeten Lehrkräften gebe. Es ist nicht richtig, dass die Lehrer nicht gut ausgebildet sind. Tatsache ist, dass zu wenig Lehrer eingestellt werden, mobile Reserven ausgedünnt und als Dauervertretung für Fest-anstellungen verwendet werden. Die Lehrerausbildung hingegen ist an bayerischen Universitäten hervorragend und durchaus an die Realität angepasst. Wer in Bayern Lehrer wird, hat schon im Studium bewiesen, dass er überdurchschnittlich begabt ist. Im Anschluss an das Studium folgt dann noch die äußerst wichtige Ausbildungsphase des zweijährigen Referendariats. "
Letztlich seien aber auch die Eltern selbst gefordert, elterliche Aufgaben, besonders in der Erziehung, wieder bewusster wahrzunehmen: "Die Doppelbelastung von Eltern als Ernährer und Erzieher ihrer Kinder darf keinesfalls dazu führen, dass Kinder materiell ruhig gestellt, aber zu wenig erzogen werden. Und: Kindererziehung muss gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein, sie darf nicht einseitig stark in Richtung Bildungseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen verschoben werden. Wir sind gegen eine einseitige Festlegung, beispielsweise, dass Erziehung und Bildung in staatlichen Einrichtungen der Erziehung in der Familie vorzuziehen sei. Weiterhin gilt: Die elterliche Sorge in der Familie um das Wohl des Kindes ist durch nichts zu ersetzen." so Huber.
Keine Kommentare vorhanden