Rheinland-Pfalz

Reformierte Lehrerausbildung sichert guten Unterricht

Zu den aktuellen [Forderungen des Philologenverbandes](http://bildungsklick.de/pm/90603/rund-4200-gymnasiallehrerinnen-und-gymnasiallehrer-fordern-revision-der-neuen-lehrerbildung/) nach Veränderungen im Vorbereitungsdienst für Gymnasiallehrkräfte hält das Bildungsministerium fest:

07.03.2014 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Die Struktur des Vorbereitungsdienstes für das Gymnasiallehramt (Referendariat), die in einer Landesverordnung vom Januar 2012 festgeschrieben wurde und seit Februar 2013 umgesetzt wird, ist die konsequente Weiterführung der mit der Lehrerbildungsre- form von 2007 veränderten universitären Ausbildungsphase.

Im Rahmen ihres zehnsemestrigen Studiums erhalten die Lehramtsstudierenden für das Gymnasiallehramt nach den neuen Ausbildungsvorgaben bereits intensive fach- didaktische Kenntnisse. D.h.: Ihnen wird vermittelt, wie Unterricht in ihren jeweiligen Fächern aufgebaut und gestaltet werden sollte.

Lehramtsstudierende nach der reformierten Lehrerausbildung können zudem in meh- reren Praktika bereits direkte Erfahrungen im Schulunterricht sammeln – und zwar deutlich mehr als in der Vergangenheit.

Vor diesem Hintergrund ist ein Referendariat von 18 Monaten angemessen. Im Übri- gen entspricht das rheinland-pfälzische Referendariat damit vom zeitlichen Umfang her dem Vorbereitungsdienst in 10 weiteren Bundesländern. Die Ausbildungsstruktur insgesamt in Rheinland-Pfalz ist ausgerichtet an den Vorgaben der Kultusministerkonferenz zur gegenseitigen Anerkennung von Lehramtsabschlüssen.

Lehramtsanwärterinnen und -anwärter erhalten zum Start ihres Vorbereitungsdienstes eine Intensivschulung durch erfahrene Ausbilderinnen und Ausbilder in den Studienseminaren. Und sie werden auch danach sowohl durch Fachleute aus den Studienseminaren als auch durch Betreuungslehrkräfte in ihrer Schule begleitet und unter- stützt. Im Gymnasiallehramt werden beispielsweise im ersten Ausbildungshalbjahr zwei Drittel aller Referendarstunden von erfahrenen Lehrkräften angeleitet.

Eigenverantwortlicher Unterricht ist im Übrigen in anderen Lehramtsausbildungen, wie dem Vorbereitungsdienst für das (frühere) Grund- und Hauptschullehramt, seit jeher gang und gäbe. Im Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Realschulen plus werden Anwärterinnen und Anwärter bereits seit dem 1.2.2012 nach einem Modell ausgebildet, das dem des jetzigen Gymnasiallehrerreferendariats entspricht.

Ein Blick in die Historie zeigt, dass die Länge des Vorbereitungsdienstes für das Gymnasiallehramt – ohne eine grundlegende Lehrerbildungsreform wie jetzt – durchaus schwankte. So waren von 1949 bis Mitte der 1960er Jahre 24 Monate die Regel. Auf Grund akuten Lehrkräftebedarfs wurde der Vorbereitungsdienst dann für etwa zehn Jahre auf 12 Monate verkürzt, anschließend wieder auf 18 Monate verlängert und erst zum 1. Mai 1990 wieder auf 24 Monate festgesetzt.


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