Regierung revidiert Absichten zum Abbau von Lehrerstellen

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Eberhard Brandt vermisst in den Beschlüssen der Haushaltsklausur der Landesregierung ein Konzept, mit dem genügend junge Lehrerinnen und Lehrer für die Arbeit in den niedersächsischen Schulen geworben und gehalten werden. "Die Regierung trägt die Verantwortung dafür, dass auch in Zukunft Absolventen aus den Hochschulen und junge Lehrkräfte in Nachbarländer abwandern." Damit dieser Skandal beendet wird, kündigt die GEW Aktionen im neuen Schuljahr an. Das Kabinett habe bei den Referendarstellen selbst die unzureichenden Pläne der Kultusministerin deutlich beschnitten.

09.07.2008 Niedersachsen Pressemeldung GEW Niedersachsen

Durchgesetzt habe sich die Kultusministerin bei ihrer Forderung nach dem Erhalt aller Lehrerstellen und der Ausweitung um jeweils 250 Stellen 2008 und 2009. "Ohne die erfolgreichen Proteste zum Arbeitszeitkonto wäre dieser Kabinettsbeschluss nicht zustande gekommen", wertet der GEW-Chef. In der gesamten Legislaturperiode müsse bei den Einstellungen noch in erheblichem Umfang nachgebessert werden. Eine ehrliche Bilanz des tatsächlichen Stellenbedarfs müsse her. "Wer versucht, die fehlenden Stellen durch Mehrbelastung der Lehrerinnen und Lehrer auszugleichen, wird sich die Finger verbrennen", warnt der GEW-Vorsitzende.

"Wulff und Möllring konnten es leider nicht lassen, Frau Heister-Neumann noch eine Kopfnuss zu verpassen." Entgegen der Zusage, dass der finanzielle Ausgleich für das Lehrerarbeitszeitkonto 2008 erfolgt, sei nunmehr beschlossen worden, den Betrag in vier Raten zu überweisen. Ohne jede finanzielle Not produziere Wulff neue Irritationen über die Glaubwürdigkeit der Regierungsaussagen. Dieses Vorgehen konterkariere die außerordentlich zuverlässige und zügige Genehmigung der Anträge zum Lehrerarbeitszeitkonto, für die sich Eberhard Brandt beim Kultusministerium und der Schulbehörde ausdrücklich bedankt.

Verantwortlich: Richard Lauenstein

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GEW Niedersachsen

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