Baden-Württemberg

Regionale Schulentwicklungsplanung braucht Mut

"Seit 40 Jahren gab es in Baden-Württemberg keine Schulentwicklungplanung mehr, weil den CDU-/FDP-Abgeordneten der Mut dazu fehlte. Wir begrüßen es, dass die Landesregierung einen ersten Schritt macht, diesen Stillstand zu beenden", sagte am Mittwoch (15.05.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) anlässlich der Landtagsdebatte zur regionalen Schulentwicklung.

15.05.2013 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die GEW setzt sich für eine nach klaren Vorgaben des Landes von der Schulverwaltung gesteuerte regionale Schulentwicklung ein. "Bereits unter der CDU-/FDP-Landesregierung war klar, dass die Eltern in den Haupt- und Werkrealschulen kein Modell für die Zukunft ihrer Kinder sehen. Wir brauchen jetzt mutige Landtagsabgeordnete, die bereit sind, für die Zukunft tragfähige Entscheidungen auch in ihren Wahlkreisen zu vertreten", sagte Moritz. Die GEW beobachtet eine hohe Akzeptanz der Reformen in den Kommunen. Die Mehrheit der Gemeinschaftsschulanträge wurde von Bürgermeistern gestellt, die der CDU und den Freien Wählern angehören.

Die Bildungsgewerkschaft macht sich für klare Vorgaben und konzeptionelle Unterstützung der Kommunen durch eine regionale Schulentwicklungsplanung stark. "Dies ist eine Voraussetzung, um über die Zukunft der Schulstandorte, vor allem der kleinen Hauptschulen, pädagogisch sinnvoll entscheiden und auch weitere Gemeinschaftsschulen auf den Weg bringen zu können", sagte Moritz.

Die GEW erwartet von der Landesregierung auch ein Konzept für die Lehrerinnen und Lehrer an Haupt- und Werkrealschulen. "Wenn Klassen wegfallen und Schulen geschlossen werden, brauchen die Lehrkräfte eine klare Arbeitsplatzperspektive, einschließlich entsprechender Begleitung, Unterstützung und Aufstiegsmöglichkeiten. Regionale Schulentwicklungsplanung darf kein Hauptschulschließungsprogramm sein. Trotz des dramatischen Schülerrückgangs brauchen wir eine Konzeption, die den verbliebenen Schüler/innen an Haupt- und Werkrealschulen gute schulische Bildung sichert", sagte Moritz. An den Haupt-/Werkrealschulen arbeiten etwa 13.000 Lehrkräfte (ohne Grundschulen).

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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