Reiß: Kein Grund zur Schwarzmalerei

Das Bildungsministerium bedauert, dass der Verband Bildung und Erziehung (VBE) die großen Chancen und guten Rahmenbedingungen für die neu startenden Realschulen plus sowie die erfolgreichen Anstrengungen von Schulaufsicht und Ministerium für einen guten Schuljahresstart schlecht redet. "Die große Resonanz auf die neuen Realschulen plus mit insgesamt mehr als 8.500 Anmeldungen landesweit zeigen, dass Eltern, Schülerinnen und Schüler hier ein attraktives neues Angebot sehen. Und ich kann nur wiederholen: Die Rahmenbedingungen für den Start der Realschulen plus stimmen und sie haben eine gute personelle Ausstattung durch zusätzliche Lehrerwochenstundenzuweisungen und durch einen Stundenpool für die individuelle Förderung", unterstrich Bildungsstaatssekretärin Vera Reiß.

21.08.2009 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Zur Aussagekraft der vom VBE verbreiteten Daten über die Unterrichtsversorgung treffe dasselbe zu wie für andere jetzt veröffentlichte "Erkenntnisse": Die Einstellung von Lehrkräften laufe seit Monaten auf Hochtouren und dauere bis in diese Tage an. Wie in jedem Jahr seien verlässliche Angaben zur Unterrichtsversorgung der allgemeinbildenden Schulen erst möglich, wenn die Erhebungen zur offiziellen Schulstatistik in allen Schulen abgeschlossen seien. Bis zum 10. September würden die entsprechenden Daten in den Schulen erhoben und nach der Auswertung – wie üblich – im Herbst veröffentlicht. Allerdings, so die Staatssekretärin, zeichne sich schon ab, dass auch in diesem Schuljahr eine insgesamt gute Unterrichtsversorgung erreicht werde.

Aus der Luft gegriffen sei die Behauptung, dass an den Grundschulen "überhaupt keine Lehrkräfte neu eingestellt" würden. "Es wurden und werden sehr wohl Grundschullehrkräfte eingestellt", betonte Vera Reiß und erinnerte daran, dass die strukturelle Unterrichtsversorgung in den Grundschulen seit Jahren einer Vollversorgung gleichkomme und teilweise sogar über 100 Prozent liege.

Zur VBE-Forderung einer finanziellen Gleichstellung aller Lehrkräfte in den neuen Realschulen plus erinnerte die Staatssekretärin an die bereits vorhandene Möglichkeit von Aufstiegsprüfungen für Hauptschullehrkräfte und an die eingeleitete Anpassung der Lehramtsstudiengänge an die Schulstrukturreform. Für alle Lehrkräfte, die nach der 2007 gestarteten Lehrerausbildungsreform ausgebildet würden, sei eine einheitliche Besoldung auf dem Niveau der heutigen Realschullehrkräfte vorgesehen. "Die Besoldung wird also nach oben angeglichen. Das ist ein finanzieller Kraftakt, der in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist", unterstrich Vera Reiß.


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