Reiß: Verzerrtes Bild der Realität

"Das sogenannte Bildungsbündnis zeichnet ein sehr verzerrtes Bild von der Qualität des Unterrichts und von der bildungspolitischen Diskussion in Rheinland-Pfalz. Denn nicht zuletzt auf Grund der qualifizierten Arbeit der Lehrkräfte und deren hohem Engagement haben die rheinland-pfälzischen Schülerinnen und Schüler bei den jüngsten internationalen Vergleichsstudien gut abgeschnitten. Und im Unterschied zu anderen Bundesländern gibt es hierzulande auch keine ideologische Debatte um die Weiterentwicklung des Schulsystems." Das unterstrich Bildungsstaatssekretärin Vera Reiß in Reaktion auf die Kritik von Eltern aus fünf regionalen Interessengruppen, die sich in einem so genannten "Bildungsbündnis Rheinland-Pfalz" zusammengeschlossen haben.

29.01.2010 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Gewisse Fragen werfen der Zeitpunkt und die Zusammensetzung der Initiative auf. Bezeichnend sei zum Beispiel, dass der Landeselternbeirat als gewähltes und gesetzlich legitimiertes Gremium der Elternvertretungen in den Schulen nicht vorkomme.

Dass eine gute Unterrichtsversorgung ganz oben auf der bildungspolitischen Agenda stehen müsse, sei für die Landesregierung eine Selbstverständlichkeit, so Vera Reiß weitere. Dass dafür größte Anstrengungen auf einem bundesweit schwierigen Lehrerarbeitsmarkt unternommen wurden und werden, das zeige die Tatsache, dass durch eine kontinuierliche Einstellungspolitik im Land, 5.000 Lehrerstellen zusätzlich seit Anfang der 90er Jahre und annähernd eine Verdreifachung der Ausbildungsplätze in den Seminaren Rheinland-Pfalz im Schnitt über die jüngsten Kollegien aller Bundesländer verfüge.


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