Realschullehrer

Rot-Grün muss sich bewegen

Die heutige Sitzung des Schulausschusses im Landtag hat bestätigt, dass Rot-Grün in Sachen Gemeinschaftsschule derzeit kein überzeugendes Konzept hat, wie mit dem ins Stocken geratenen Modellversuch Gemeinschaftsschule umzugehen ist.

22.06.2011 Pressemeldung lehrer nrw

"Vor dem ersten Gespräch am Freitag hat die Schulministerin erneut den Konsens beschworen, aber nicht mitgeteilt, welche konkreten Vorschläge sie dazu vorzulegen gedenkt", erklärt Brigitte Balbach, Vorsitzende von lehrer nrw. "Beide Seiten müssen sich bewegen, auch die Landesregierung." Unbeantwortet ist zudem die Frage, ob angesichts der schwierigen Rechtslage nicht sogar die bestehenden Genehmigungen für Gemeinschaftsschulen zurückgezogen werden müssen.

Ein strittiges Thema ist darüber hinaus die Ungleichbehandlung von Lehrkräften. Realschul-Lehrkräfte, die an Gemeinschaftsschulen wechseln, werden mit ungleich besseren Rahmenbedingungen geködert. Diese Bevorzugung treibt einen Keil in die Kollegenschaft. "Kleinere Klassengrößen und eine Stundenzahl von 25,5 an den Gemeinschaftsschulen (gegenüber 28 an der Realschule) bedeuten eine eklatante Ungleichbehandlung. An dieser Stelle könnten der Landesregierung weitere Auseinandersetzungen drohen", so Balbach. "Wir halten es für selbstverständlich, dass vorhandene Ressourcen allen Lehrkräften gleichermaßen zugute kommen."

Ansprechpartner

lehrer nrw

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