Rot-Grüner Scheinriese, von dem Hamburgs Schülerinnen und Schüler nichts haben
(pm) Die heutige Ankündigung von Schulsenator Ties Rabe: "120 zusätzliche Lehrerstellen für die Inklusion" erweist sich bei näherer Betrachtung als ein Rot-Grüner Scheinriese, der beim Näherkommen immer kleiner wird und von dem Hamburgs Schülerinnen und Schüler nichts haben.
06.07.2015 Artikel"Schulsenator Rabe zeigt, dass er die sonderpädagogischen Bedürfnisse der betroffenen Schülerinnen und Schüler schon im Ansatz nicht verstanden hat, und dass er die Belastungen aller Schülerinnen und Schüler in vielen Inklusions-Klassen an Hamburgs Schulen auch nicht verstehen will" erläutert Dr. Walter Scheuerl als Sprecher des Elternnetzwerks "Wir wollen lernen!" (WWL) die Kritik an den Ankündigungen Rabes. "Schon der Sprachgebrauch in der Pressemitteilung des Senators macht anschaulich, dass Senator Rabe die ganz unterschiedlichen fachlichen sonderpädagogischen Förderbedarfe in den Bereichen Lernen (L), Sprache (S) und/oder emotionale und soziale Entwicklung (E) gar nicht verstehen will, wenn er von ´LSE-Förderung` spricht. Eine pauschale ´LSE-Förderung` kann es nicht geben, da es auch keine ´LSE`-Kinder gibt. Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf in diesen ganz unterschiedlichen Förderbereichen sind ganz unterschiedlich. Die pauschale ´LSE-Lehrkraft` gibt es deshalb nicht" so Scheuerl weiter.
Ebenso als "ungenügend" = 6 erweist sich die Ankündigung von Senator Rabe, die versprochenen Lehrerstellen für die ´LSE-Förderung` den Grundschulen wie bisher nach einem festen Gießkannen-Schlüssel zuzuweisen, der sich nach der sozialen Lage der Schule und der Zahl aller Schülerinnen und Schüler richte. "Mit mehr pauschalen Lehrerstunden nach dem Rabe´schen Gießkannen-Prinzip an den Schulen wird die Qualität der sonderpädagogischen Förderung des einzelnen Kindes in der konkreten Klasse nicht oder allenfalls marginal um wenige Minuten in der Woche verbessert" erläutert Dr. Scheuerl die Zahlenspiele des Senators. "Die 25 Lehrerstellen auf 190 Grundschulen sind da weniger als ein Tropfen auf einen heißen Stein."
Die weiter versprochenen 20 Stellen als angebliche "Feuerwehrreserve" haben mit echter sonderpädagogischer Förderung ohnehin nichts zu tun. Denn solche "Springer" kennen die konkreten Förderbedarfe der betroffenen Kinder nicht und sind nur vorübergehend in Klassen.
"Die sonderpädagogische Förderung betroffener Kinder und Jugendlicher bleibt damit unter dem ´Inklusions-Dogma`, wie Schulsenator Rabe es versteht, auch weiterhin deutlich und nachhaltig hinter der Qualität der echten und fachlich geschulten Sonderpädagogik in Hamburgs Sonder- und Förderschulen zurück" fasst Dr. Scheuerl die Kritik zusammen.
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