Runde Tische überprüfen Umsetzung der neuen Bildungspläne
Kultusminister Helmut Rau MdL hat die Kritik der Grünen-Landtagsfraktion an der Einführung des achtjährigen Gymnasiums zurückgewiesen. "Der verpflichtende Unterrichtsstoff wurde zum Start des G8 gekürzt, die Stundenbelastung in der Unterstufe mittlerweile reduziert und die Gymnasien erhalten Lehrerwochenstunden für den Aufbau offener Ganztagsangebote", betonte Rau. Im Zuge der Einführung des neuen Bildungsplans und der Vergleichsarbeiten sei auch die Zahl der verpflichtenden Klassenarbeiten gesenkt worden, um das Lernpensum nicht zu erhöhen.
15.02.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergZiel sei es jetzt, Selbstlernphasen in den organisatorischen Ablauf von G8 zu integrieren. "Schüler sollen frei haben, wenn Sie am späten Nachmittag aus der Schule kommen. Das wird die Kinder und ihre Familien entlasten". Dazu erarbeite das Kultusministerium bis Mai ein Konzept. Gleichzeitig werde an Runden Tischen überprüft, wie die Bildungspläne in den einzelnen Fächern in die Unterrichtspraxis umgesetzt worden seien. "Es ist nicht im Sinn der Bildungsplanreform, wenn der Stoff, den wir im verbindlichen Kerncurriculum gestrichen haben, im Schulcurriculum wieder als Lernpensum auftaucht." Wo notwendig, könne auch eine Anpassung der Bildungspläne vorgenommen werden. Noch wichtiger sei jedoch, dass die Schulen die bereits bestehenden Freiräume des Bildungsplans für neue Unterrichtsmethoden wie exemplarisches Lernen nutzen.
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