Saarland führt verlässliche Grundschule ein

Ab dem nächsten Schuljahr werden sich Eltern darauf verlassen können, dass ihr Kind am Vormittag während einer verlässlichen Kernzeit (z. B. 8 Uhr bis 12.30 Uhr) in der Schule ist. Die Stundentafel wird auf über 100 Wochenstunden ausgeweitet. Alle Grundschüler werden dann auf die gesamte Grundschulzeit gesehen ein halbes Jahr mehr Unterricht haben als noch im Jahr 1999. Der Stundenplan wird so gestaltet, dass jedes Kind in den beiden ersten Schuljahren an jedem Tag eine Stunde Deutsch, eine Stunde Mathematik und eine Förderstunde bei seinem Lehrer hat.

06.04.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Eine besondere Rolle spielen dabei die Erziehung zum selbständigen Arbeiten und die Hausaufgaben, die die ABC-Schützen unter Aufsicht der Lehrer häufig bereits in der Schule erledigt haben werden. Diese breite Förderung kommt allen zugute: Schwächeren und guten Schülern. *Die Zeiten, in denen sich die Schule allein auf den Vormittag konzentrierte, gehen zu Ende", so Kultusminister Jürgen Schreier. Ziel der Landesregierung sei es, einen verlässlichen Unterricht am Vormittag mit einem hohen Förderanteil anzubieten. Außerdem wird angestrebt, mindestens an allen selbständigen Grundschulen ein Bildungs- und Betreuungsangebot mit Mittagsverpflegung einzurichten. Der Mittagstisch und die pädagogische Nachmittagsbetreuung mit Hausaufgabenhilfe sollen weiterhin freiwillig sein.

Die Grundschule der Zukunft umfasst drei Elemente:

  • Verlässlicher Unterricht
  • Freiwilliger Mittagstisch
  • Freiwilliges Betreuungsangebot am Nachmittag

Diese drei Qualitätskomponenten sorgen für bessere Chancengleichheit von Anfang an und leisten einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

"Dieser Qualitätsschub schon im ersten Jahr der Reform beweist, dass nicht an den Kindern gespart wird, sondern große Teile der Einsparungen allen Grundschülern durch die Verbesserungen zugute kommen", so Kultusminister Jürgen Schreier. Dies habe er von Anfang an auch so deutlich gemacht. Ohne das Geld aus der Strukturveränderung, so Jürgen Schreier abschließend, wären diese qualitativen Verbesserungen für alle nicht möglich gewesen.

Kultusminister Jürgen Schreier: "Die Reform folgt nicht allein einem fiskalischen Zwang, sie macht bildungspolitisch Sinn. Sie ist nicht nur vertretbar und zumutbar organisiert, sie ist sinnvoll, richtig und wichtig."

Nähere Informationen zur aktuellen Studie (Stand: April 2005) und zum Qualitätskonzept erhalten Sie im Internet (www.bildungsserver.saarland.de).


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