Schleswig-Holstein mit guten Ergebnissen beim "Politik-Check Schule"

Schleswig-Holstein ist mit seiner Bildungspolitik weiterhin auf dem richtigen Weg. Das geht aus dem "Politik-Check Schule" für alle Bundesländer hervor, einer Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft vorgelegt hat. Insbesondere werden die schulische Reformagenda des Landes insgesamt sowie die Qualitätssicherung von Unterricht und Schulen positiv bewertet. "Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass wir den aktuellen Bildungsherausforderungen mit den richtigen Konzepten begegnen", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (27. Mai) in Kiel.

27.05.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Der Studie zufolge ist Schleswig-Holstein im Bereich Schulkultur bundesweit Spitze und hat die Voraussetzungen dafür geschaffen, Schülerinnen und Schüler fit für die Berufsausbildung zu machen. Gerade die landesweiten Vergleichsarbeiten, der Schul-TÜV (EVIT) und die Einführung der zentralen Abschlussprüfungen ließen eine Steigerung der Unterrichtsqualität in den kommenden Jahren erwarten. Darüber hinaus wird unter anderem die Eingangsphase in der Grundschule als vorbildlich gelobt. In der Eingangsphase können die erste und zweite Klasse in ein bis drei Jahren durchlaufen werden. "Es zahlt sich aus, dass unsere Grundschulen mit einer Eingangsphase arbeiten, die den individuellen Voraussetzungen der Kinder gerecht wird", sagte Erdsiek-Rave. "Das Prinzip des gemeinsamen Lernens und der individuellen Förderung setzen wir nun auch in den weiterführenden Schulen konsequent fort, insbesondere an den neuen Schularten Gemeinschaftsschule und Regionalschule. Dieser Aspekt wird in der Studie leider nicht angemessen berücksichtigt, ebenso wie die vielen bereits bestehenden Fördermöglichkeiten für besonders begabte Kinder."

Die Bereiche, in denen Schleswig-Holstein Nachholbedarf attestiert werde, würden bereits mit viel Elan angegangen. Das gelte für die Reduzierung von Klassenwiederholungen, etwa durch die flächendeckende Arbeit mit individuellen Lernplänen für Schülerinnen und Schüler genauso wie für den Ausbau verpflichtender Ganztagsschulangebote. "Die Landesregierung hat bereits im vergangenen Jahr vereinbart, 50 zusätzliche Stellen für die Errichtung gebundener Ganztagsschulen mit verpflichtendem Angebot bereit zu stellen, um Kinder und Jugendliche in besonderen sozialen Brennpunkten und mit hohem Migrantenanteil zu fördern", sagte die Ministerin. "Auch die in der Studie als nicht ausreichend angesehene Eigenverantwortlichkeit der Schulleitungen haben wir in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestärkt und diesen Weg werden wir auch konsequent weitergehen."


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