Schriftliche Vergleichsarbeiten reibungslos abgeschlossen
Die schriftlichen Vergleichsarbeiten für die zehnten Klassen sind am heutigen Donnerstag abgeschlossen worden. Sie dienten unter anderem als letzter Testlauf vor dem Mittleren Schulabschluss, der im kommenden Schuljahr die mittlere Reife ersetzen wird.
12.05.2005 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungBildungssenator Klaus Böger zog eine positive Zwischenbilanz: "Der Ablauf war reibungslos. Den Lehrkräften, die sich mit viel Engagement dieser Aufgabe gestellt haben, gilt mein ausdrücklicher Dank." Insbesondere hat sich auch die internetbasierte Online-Eingabe auf höchster technischer Sicherheitsstufe ("https-server") bewährt.
Die Prüfung zum Mittleren Schulabschluss wird allen Schulen eine Orientierung über das bundesweit vergleichbare Leistungsniveau am Ende der Sekundarstufe I geben.
Böger: "Wer Qualität will, muss vergleichen können. Die Vergleichsarbeiten werden Aufschluss über das Niveau der Qualität der Schulen und Schularten in Berlin geben. Darüber hinaus erhalten die einzelnen Schulen Informationen über die individuelle Leistungsfähigkeit ihrer Schüler bezogen auf standardorientierte Vergleichsarbeiten, die individuelle Leistung des teilnehmenden Schülers."
Lehrerinnen und Lehrer haben bis zum 10. Juni Zeit, die Daten an die auswertende Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport zu übermitteln.
Böger weiter: "Im kommenden Schuljahr werden die Aufgaben für den mittleren Schulabschluss zum ersten Mal gestellt. Es ist daher ein Gebot der Fairness gegenüber unseren Schülern gewesen, dass wir jetzt alles tun, um Gewissheit über das Leistungsniveau unserer Schülerinnen und Schüler zu erlangen. Nur so werden wir Aufgaben formulieren können, die den teilnehmenden Schülern adäquate Chancen eröffnen werden."
An der Prüfung zum mittleren Schulabschluss werden alle Realschüler, Gesamtschüler der FE-Kurse und Gymnasiasten verpflichtend teilnehmen. Hauptschüler und Gesamtschüler der GA-Kurse können sich der Prüfung freiwillig oder auf Empfehlung unterziehen.
Die Auswertung der anonymisierten Daten wird bis zum Ende der Sommerferien für die breite Öffentlichkeit zugängliche Werte über das Abschneiden der einzelnen Schularten liefern. Schulen erhalten zudem Daten über ihr spezifisches Abschneiden, die sie mit 2/3 Mehrheit in der Schulkonferenz gleichfalls veröffentlichen können. Vertiefende Auswertungen der Senatsbildungsverwaltung folgen z.B. zur Konstellation "Ergebnis in der Vergleichsarbeit" und "Vornote", zu Zusammenhängen zwischen den Resultaten in den verschiednen Fächern oder zu geschlechtsspezifischen Unterschieden differenziert nach Fach. Einzelne Schüler sind wie üblich nur für die eingebenden Lehrkräfte an der Schule identifizierbar.
Mit den diesjährigen Vergleichsarbeiten, die anders als beim mittleren Schulabschluss Aufgaben unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades umfassten, hat die Senatsbildungsverwaltung den Schulen je zwei Klassenarbeiten pro Fach inklusive Lösungen geliefert. Die Mehrarbeit für Lehrerinnen und Lehrkräfte im kommenden Schuljahr durch den Mittleren Schulabschluss wurde unter anderem dadurch kompensiert, dass die Zahl der Klassenarbeiten gesenkt und der Begriff der schriftlichen Leistung weiter gefasst wurde: So dürfen nun auch andere schriftliche Leistungen in die Erstellung der schriftlichen Note einbezogen werden.
Die Aufgabenstellungen der drei Vergleichsarbeiten inklusive Lösungen sind seit Donnerstagmittag für jedermann unter www.bildungsstatistik-berlin.de einsehbar.
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