Schüleraustausch fördert Interesse an Nachbarländern

"Bildung verbindet - Bayern in Europa" lautet das Motto des ersten bundesweiten EU-Projekttages am 22. Januar 2007. Über 1000 Schulen im Freistaat beteiligen sich an dem Projekttag mit ideenreichen Projekten und Aktionen zu dem Leitwort.

17.01.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Ein ,vereintes EuropaŽ stand in der Nachkriegszeit für Demokratie, Frieden und Sicherheit, aber auch für eine erfolgreiche Wirtschaftsordnung und soziale Sicherheit", erinnerte Minister Schneider an die Rolle des Europäischen Gedankens von Schumann und Adenauer und dessen erfolgreiche Umsetzung.

Der Wille der Völker in Mittel- und Osteuropa, der Europäischen Union nach der Wende 1989 beizutreten, dokumentiert für Minister Schneider und Kultusstaatssekretär Karl Freller die Anziehungskraft dieser Idee und der gelebten Praxis.

In den 27 Mitgliedsländern der EU leben heute fast 500 Millionen Menschen. "Europa kommt heute nicht nur aufgrund der Wirtschaftskraft eine besondere Bedeutung in der Welt zu", unterstrich Minister Schneider.

Bayern übt Brückenfunktion in Europa aus

Bayern übe in Europa historisch - aufgrund der traditionell engen Beziehungen etwa zu Ungarn und Böhmen, aber auch zu Russland, Italien und der Ukraine - aber auch in der Gegenwart eine wichtige Brückenfunktion aus. Außerdem setze sich Bayern immer wieder für die Berücksichtigung der Interessen der Menschen in den Regionen in der Europäischen Union ein.

"Bildung verbindet dabei alle Generationen in Europa, nicht zuletzt die Sprachen sind Voraussetzung für den Austausch", so Staatssekretär Karl Freller. Zwar gebe es hier noch Nachholbedarf vor allem in der Fähigkeit, mittel- und osteuropäische Sprachen zu verstehen und aktiv anzuwenden. Doch ließen sich die Fortschritte nicht übersehen. Mittlerweile werden neben Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Russisch an einigen Schulen z.B. auch Tschechisch, Polnisch, Portugiesisch, Neugriechisch und Schwedisch unterrichtet. Spezielle Austauschprogramme wie das Bayerische Kulturfondsstipendium fördern den Aufenthalt von bayerischen Schülern in Nachbarländern wie Tschechien, Ungarn oder der Slowakei. Diese positiven Entwicklungen gelte es auszubauen.

Der Schüleraustausch ermöglicht die direkte Begegnung von jungen Menschen aus verschiedenen Ländern, fördere die "Neugier" auf den Alltag in anderen Ländern und trage zum Abbau von Vorurteilen bei. Im Schuljahr 2005/2006 besuchten allein 23.560 bayerische Schüler ihre europäischen Partner. Die meisten Partnerschaften bestehen zwischen bayerischen Schulen sowie Schulen in Frankreich, Italien, Tschechien, Großbritannien und Ungarn.

Kultusminister Schneider hatte den Schülern, Lehrern und Eltern bereits im Herbst 2006 für ihr Engagement in Sachen Europa gedankt und sie zur aktiven Teilnahme am EU-Projekttag 2007 eingeladen. Die Resonanz war überwältigend. Über 1000 Schulen aller Schularten gestalten deshalb im Rahmen des Unterrichts ideenreiche Projekte, Projekttage und Aktionen zum Leitwort "Bildung verbindet - Bayern in Europa".

Minister Schneider und Staatssekretär Freller bei EU-Projekttag

Kultusminister Siegfried Schneider wird selbst den Projekttag am Vormittag des 22. Januar an der Staatlichen Realschule Vaterstetten in Baldham besuchen. Kulturstaatssekretär Karl Freller nimmt am EU-Projekttag des Platen-Gymnasiums in Ansbach teil.

Siehe auch die Homepage www.bayern-in-europa.de.

Weitere Auskünfte zum Projekttag zu Europa am 22. Januar erteilen

Dr. Ludwig Unger
Pressesprecher und Leiter der Pressestelle des Bayer. Kultusministeriums
Tel. 089/21862105

Lisa Höhenleitner
Stellv. Pressesprecherin des Bayer. Kultusministeriums
Tel. 089/21862107


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