Schülerforschungszentrum "phaenovum" am Hans-Thoma-Gymnasium in Lörrach eingeweiht

"Für die Zukunftsperspektiven Baden-Württembergs ist es von zentraler Bedeutung, in Forschung, Wissenschaft und Technik die Weltspitze anzuführen. Das wird uns nur gelingen, wenn wir in den Schulen das Interesse junger Menschen an Naturwissenschaft und Technik fördern", sagte Kultusminister Helmut Rau MdL am Donnerstag (13. März) in Lörrach anlässlich der Einweihung des neuen Schülerforschungszentrums (SFZ) "phaenovum" am Hans-Thoma-Gymnasium. Naturwissenschaftlich und technisch besonders begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler können ihrem Forscherdrang im SFZ nachgehen.

13.03.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Der Kultusminister bezeichnete die Einrichtung des "phaenovum" als "Gemeinschaftswerk" und dankte den Beteiligten für ihr Engagement. Träger ist der Verein Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck e.V., die Stadt hat die Räumlichkeiten bereit gestellt, die Sparkassenstiftung "Jugend, Umwelt, Bildung" brachte die finanziellen Mittel für die Erstausstattung ein, namhafte Unternehmen spendeten Geldbeträge und übernehmen Patenschaften. Das Kultusministerium stellte zwölf Anrechnungsstunden für Leitungsaufgaben zur Verfügung.

Die wissenschaftlichen Schwerpunkte des SFZ liegen im Fachbereich Physik / Nano Sciences, in den Fachbereichen Biologie / Chemie / Life Sciences sowie in der Informationstechnik / Robotik. Auf diesen Gebieten wird den Kindern und Jugendlichen freies wissenschaftliches Arbeiten ermöglicht. Im Vordergrund stehen Problemorientiertes Arbeiten im Team, der interdisziplinäre Gedanke und die Vorbereitung auf Wettbewerbe stehen dabei im Vordergrund. Nach der Fertigstellung des SFZ können 15 Schülerinnen und Schüler aus Lörrach und der Region zeitgleich im SFZ arbeiten. Sie werden von Lehrkräften, wissenschaftlichen Mitarbeitern aus dem Hochschulbereich sowie Fachkräften aus der Wirtschaft pädagogisch betreut. "Das Schülerforschungszentrum bietet exzellente Rahmenbedingungen, die Experimentieren und Forschen auf einem hohen Niveau erlauben", betonte Rau. Naturwissenschaftliches Arbeiten hat am Hans-Thoma-Gymnasium eine lange Tradition. Bereits 1989 wurde eine Physik-AG gegründet, es folgten weitere Arbeitsgemeinschaften im Bereich der Informatik und Internetnutzung sowie die Teilnahme an Wettbewerben.

Baden-Württemberg hat die Naturwissenschaften in den Bildungsplänen der verschiedenen Schularten deutlich gestärkt, hob der Kultusminister hervor. Bereits durch den Orientierungsplan für die Kindergärten wird das Interesse der Kinder an Naturphänomenen gefördert. Dies wird in der Grundschule im Fächerverbund "Mensch, Natur und Kultur" spielerisch und in einfachen Experimenten fortgesetzt. In der Hauptschule und der Realschule sind Fächerverbünde geschaffen worden, in denen die Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen Themen eine zentrale Rolle spielt. Im Gymnasium wird in den Klassen 8 bis 10 im naturwissenschaftlichen Profil das Fach Naturwissenschaft und Technik (NwT) angeboten. Da die Fächer Biologie, Physik und Chemie erhalten bleiben, wird der naturwissenschaftliche Unterricht im naturwissenschaftlichen Profil deutlich ausgeweitet. NwT steht für einen stärkeren Bezug der Naturwissenschaften untereinander und gibt Raum für praktisches Arbeiten und projektorientierten Unterricht.


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