Schülerinnen und Schüler aller Schularten setzen sich mit der NS-Zeit auseinander
"Informationen über Schreckensherrschaft des Nationalsozialsmus und Erziehung zu den Werten der Demokratie gehören zum Lehrplan an allen Schularten in Bayern" widerspricht Kultusstaatssekretär Bernd Sibler dem Grünen-Abgeordneten Eike Hallitzky. Dieser forderte in der heutigen Ausgabe der Passauer Neuen Presse, dass in die Lehrpläne für die bayerischen Berufsschulen die Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus wieder aufgenommen werden müsse.
02.09.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusRichtig ist, dass dieses Thema nie vom Lehrplan gestrichen worden war. "Vorbeugen ist besser als heilen", betont Kultusstaatssekretär Bernd Sibler und fügt hinzu "es muss uns gelingen, dass wir vor allem den Jugendlichen die Gefahren der rechts- und linksextremistischen Gruppen und die Vorzüge der Demokratie und des Rechtsstaats bewusst machen. Deshalb müssen sich alle Schülerinnen und Schüler - egal welcher Schulart - mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander setzen."
Das Unterrichtsfach "Geschichte" ist nicht Gegenstand der Stundentafeln an Berufs- und Berufsfachschulen. Jedoch werden im Fach "Sozialkunde" in der Jahrgangsstufe 11 die Merkmale der Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland erarbeitet: Die Schülerinnen und Schüler setzen sich hierbei mit extremistischen Strömungen als Gefahren für die Demokratie auseinander. Dies betrifft die Vergangenheit genauso wie die Gegenwart. Eike Hallitzky solle sich, bevor er Aussagen zum Lehrplan treffe, sachkundig machen.
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