Schülerreaktion auf den verhinderten Amoklauf
"Der verhinderte Amoklauf darf nicht folgenlos bleiben", so ein Sprecher der LandesschülerInnenvertretung (LSV) in NRW. Die Schülerinnen und Schüler fordern nun härte Auflagen für den Waffenbesitz und mehr Dialoge über Probleme der Jugendlichen im Unterricht.
19.11.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung LandesschülerInnenvertretung NRWDie ertappen Amokläufer kamen nach Einschätzung der LSV NRW zu leicht in den Besitz tödlicher Waffen. Große Bestürzung zeichnet sich in ersten Schülerreaktionen ab. "Wir finden es zutiefst erschreckend, was in diesen Köpfen vor sich ging", kommentiert Johannes Struzek (17) aus dem LSV-Vorstand die glücklicherweise verhinderte Tat. Die Beweggründe der 17- und 18jährigen Jungen müssten genauer unter die Lupe genommen werden. Als Präventionsmittel für Aggressionen müsse es Ventile wie Sport- und Sozialangebote, aber auch eine "Gewalt"-Analyse an den einzelnen Schulen geben. Dabei müssten auch Mobbing, strukturelle Gewalt und der Umgang mit Schülern in Betracht gezogen werden.
Johannes Struzek fährt fort: "Es muss dringend eine Aufarbeitung solcher Gewalttaten an den Schulen geben, damit sich in Zukunft kein Jugendlicher das Morden - wie in Emsdetten - zum Vorbild macht." Deswegen fordert die LSV NRW seit geraumer Zeit einen verstärkten Einsatz von Sozialarbeitern und Psychologen an den Schulen.
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