Schülerzahlen an FOS/BOS in den letzten 10 Jahren um 78 Prozent gestiegen

Von einem "regelrechten Boom der Beruflichen Oberschule in Bayern" sprach Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber bei der Schulleiter-Konferenz der Fach- und Berufsoberschulen im MB-Bezirk Ostbayern in Wernberg. "Die Schülerzahlen an den Fach- und Berufsoberschulen sind in den vergangenen zehn Jahren um 78 Prozent gestiegen", meldete Huber. Auch im laufenden Schuljahr habe sich der kontinuierliche Aufwärtstrend fortgesetzt. "Es gibt 5400 Schüler mehr und damit eine Steigerung um fast 11 Prozent auf nunmehr 55.523 Schüler", erklärte Staatssekretär Huber. Dabei schlägt insbesondere die Berufsoberschule mit einer Steigerung von fast 20 Prozent spürbar zu Buche. Doch auch die Fachoberschulen, die bereits in den vergangenen Jahren einen massiven Zulauf hatten (Vorjahr: plus 16 Prozent), konnten sich erneut um knapp drei Prozent steigern.

13.10.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Um diesen kontinuierlichen Boom zu bewältigen, leisten unsere Schulleitungen und die Lehrkräfte an FOS und BOS Großartiges", sagte Staatssekretär Huber. Zur Sicherstellung der Lehrerversorgung wurden 300 feste Einstellungsmöglichkeiten geschaffen. Dennoch bleibe die Situation in einigen Fächern nach wie vor angespannt, so in Deutsch, Englisch, Mathematik und Physik. "Mit Sondermaßnahmen sorgen wir hier weiterhin für Verbesserungen", verdeutlichte Dr. Huber und verwies exemplarisch auf die Nachqualifizierung für Realschul-Lehrkräfte und die Programme für Diplom-Mathematiker und Diplom-Physiker.

Darüber hinaus verwies der Staatssekretär auf die positiven Ergebnisse einer Onlinebefragung, die fünf Jahre nach Einführung des Schulversuchs "FOS 13" für die mittlerweile als Regelangebot etablierte 13. Jahrgangsstufe in den bayerischen Fachoberschulen durchgeführt wurde. "Dabei hat sich gezeigt, dass die FOS-Absolventen gut auf ein Hochschulstudium vorbereitet sind", erläuterte Huber. Festgestellt wurde, dass die meisten der befragten Absolventen den ursprünglich gewünschten Studienplatz erhalten haben. Fast 85 Prozent studieren an Universitäten, die meisten davon in Bayern, und zwar erfolgreich. Nur sehr wenige FOS-13-Absolventen brechen ihr Studium ab oder wechseln das Studienfach. In der Rückschau auf die Vorbereitung durch die Fachoberschule geben die Absolventen dieser Schulart überaus positive Noten. Fast drei Viertel von ihnen bezeichnen das Anspruchsniveau an der "FOS 13" als "gerade richtig", im Schnitt fast 90 Prozent bewerten ihre Leistungsfähigkeit im Studium als gleich gut oder besser im Vergleich zu Abiturienten von Gymnasien. "Die Umfrage bestätigt in vollem Umfang, dass wir mit dem flächendeckenden Ausbau der FOS 13 den richtigen Kurs eingeschlagen haben", kommentierte Staatssekretär Huber die erfreulichen Ergebnisse und bewertete sie als "weiteres Beispiel für die Leistungsfähigkeit und Durchlässigkeit des bayerischen Bildungssystems."

2010 werden an FOS und BOS in Bayern ca. 23.000 Absolventen das Fachabitur erwerben und fast 4.500 die Abiturprüfung ablegen.


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