Schulausschuss des Deutschen Städtetages nimmt Stellung zur Hamburger Schulreform
Zwei Tage konnten sich die Mitglieder des Schul- und Bildungsausschusses des Deutschen Städtetages im Rahmen ihrer Frühjahrstagung in Hamburg über die geplante Schulreform informieren. Nach einem Vortrag über deren Inhalte erhielten die Teilnehmer Einblick in die Arbeit vor Ort: In der Katharinenschule in der Hafencity präsentierten sich die Schule selbst (Modell 6-jährige Primarschule), die Max-Brauer Schule (Bundessieger Deutscher Schulpreis), die Gesamtschule Winterhude (Reformschule) und die Schule Rellinger Straße (Jahrgangübergreifendes Lernen). Die 45 Teilnehmer zeigten großes Interesse an dem Thema, das bundesweit eine sehr hohe Beachtung findet.
07.05.2010 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)"Was in vielen Bundesländern diskutiert wird wie "Längeres gemeinsames Lernen, Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit" etc., das wird in Hamburg engagiert angegangen", so Klaus Hebborn, hauptamtlicher Dezernent des Bildungsausschusses des Deutschen Städtetages. "Hier ist im Unterschied zu allen anderen Bundesländern ein parteienübergreifender Kompromiss zur Reform gelungen. Diese ideologiefreie und pragmatische Beschäftigung mit dem Thema ist sehr bemerkenswert. Deshalb ist die Hamburger Situation für den Schulausschuss des Deutschen Städtetages, wo ja alle Kommunen vertreten werden, sehr interessant. Die inhaltliche Richtung bewegt sich bundesweit im mainstream."
Bildungssenatorin Christa Goetsch erfreute die Positionierung der Fachleute: "Der Deutsche Städtetag macht immer wieder durch seine hoch qualifizierten Stellungnahmen und Positionen auf sich aufmerksam. Er ist eine starke Stimme für die Interessen der deutschen Städte. Und jetzt durften wir feststellen, dass Hamburg bundesweit mit seinem umfassenden Reformansatz voranschreitet und sich gedanklich dabei in guter Nachbarschaft zu den großen und kreisfreien deutschen Städten befindet.
Der Deutsche Städtetag ist das Organ der großen und kreisfreien deutschen Städte. Er ist parteipolitisch neutral und bezieht öffentlich Stellung zu zentralen, kommunalen Themen – auch gegenüber Landesregierungen und der Bundesregierung. Der Schul- und Bildungsausschuss ist einer von 14 Ausschüssen. Sie tagen zweimal pro Jahr in den Städten ihrer Mitglieder. Die nächste Tagung findet in Jena statt. Die rund 45 Teilnehmer tauschen sich zu wichtigen bildungspolitischen Themen über die Ländergrenzen hinweg aus. Zudem positionieren sie sich und bereiten Empfehlungen für den Hauptausschuss vor. Zu den Themen gehören beispielsweise Ganztagsschulen, Sicherheit vor Amokläufen, Lehrerarbeitsplätze uvm.
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