Umfrage

Schulbeschäftigte im Homeoffice

Im laufenden 1. Schulhalbjahr 2020/2021 arbeiten derzeit lediglich 2,7 Prozent der landesbediensteten Schulbeschäftigten als Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf im Homeoffice. Das hat eine Umfrage des Niedersächsischen Kultusministeriums unter den Schulen im Lande ergeben.

25.09.2020 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium
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Zudem arbeiten 0,9 Prozent als Personen mit besonderer Schwerbehinderung und 0,6 Prozent aller landesbediensteten Schulbeschäftigten als Schwangere von zu Hause aus. Damit arbeiten insgesamt 4,2 % der Beschäftigten im Homeoffice. 

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne: „Diese Abfrage belegt, was mir in meinen Gesprächen und bei Schulbesuchen zurückgespiegelt wird: Die Lehrkräfte schätzen die Präsenz am Arbeitsplatz Schule, weil hier der Bildungs- und Erziehungsauftrag am besten erfüllt werden kann. Unsere Lehrerinnen und Lehrer wollen für die Kinder und Jugendlichen da sein und das gilt auch für viele Lehrkräfte, die zur Risikogruppe gehören. Allen Lehrkräften gilt mein Dank für ihr großes Engagement in dieser herausfordernden Zeit.“ 

Eine ähnliche Erfassung im 2.Schulhalbjahr 2019/2020 hatte ergeben, dass die Homeoffice-Quote bei Personen aus der COVID-19-Risikogruppe im Schulbereich bei acht Prozent lag. In Niedersachsen können Schulbeschäftigte im Landesdienst aus der Risikogruppe nach der Definition des Robert-Koch-Instituts durch Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung vom Präsenzbetrieb befreit werden und ihrer Tätigkeit von zu Hause aus nachkommen. 

Derweil hat die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) einen Zwischenstand über die Nutzung des anlasslosen Testangebotes auf das Coronavirus SARS-CoV-2 für Landesbedienstete in Schulen an das Niedersächsische Kultusministerium gemeldet. Demnach wurden zwischen dem 14. September und dem 19. September 2020 295 Testungen durchgeführt, ein positiver Befund war nach Angaben der KVN nicht darunter. 

„Dass sich nur wenige Lehrkräfte anlasslos testen lassen und dabei auch keine Infektionen entdeckt wurden, sagt mir vorläufig dreierlei“, kommentiert Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne: „Erstens: Die Schulen setzen die Hygieneregeln und Infektionsschutzmaßnahmen sehr konsequent um, davon habe ich mich auch persönlich mehrfach überzeugen können. Zweitens ist wichtig zu registrieren, dass es keine verdeckten Infektionen gegeben hat. Das stützt unsere Beobachtung, dass das Coronavirus offensichtlich von außen eingeschleppt wird, vor allem durch risikoreiches Freizeitverhalten. Drittens ist davon auszugehen, dass bei einem niedrigen Infektionsgeschehen vor Ort ohne Auswirkungen auf den Schulbetrieb keine gesteigerte Motivation besteht, sich der Testung zu unterziehen. Ich bin gespannt, ob sich diese ersten Erkenntnisse durch die Befunde der Testungen in der laufenden Woche bestätigen oder sich eine neue Lage erkennen lässt.“ 

Bis zu den Herbstferien können sich die rund 100.000 Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zweimal auf SARS-CoV-2 testen lassen. Dazu erhalten sie von ihrer Schule auf Wunsch einen Berechtigungsschein. Vertragsärztinnen und Vertragsärzte der KVN, die sich an der Aktion beteiligen, können die Tests in ihren Praxen vor Ort durchführen. Die KVN meldet die konkreten Vertragsärztinnen und Vertragsärzte dem Niedersächsischen Kultusministerium, welches dafür Sorge trägt, das die entsprechenden Ärztinnen und Ärzte im geschützten Bereich des Schul-Portals der Landesschulbehörde aufgeführt werden. Der Abstrich kann zudem durch die eigene Hausärztin oder den eigenen Hausarzt durchgeführt werden, wenn die Rahmenbedingungen der KVN akzeptiert und ein mitmachendes Labor beauftragt werden.


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