Schulbücher bieten, was Google nicht kann
Schulbuchforscher Eckhardt Fuchs hält Schulbücher auch im Internetzeitalter für unverzichtbar, erwartet einen zunehmenden Trend zur Digitalisierung und kritisiert eine oft zu große Vielfalt auf dem Schulbuchmarkt.
18.03.2016 Pressemeldung Leibniz GemeinschaftSchulbücher werden auch im digitalen Zeitalter nicht an Bedeutung verlieren. Das sagt der Schulbuchforscher Eckhardt Fuchs anlässlich der heutigen Verleihung des Preises "Schulbuch des Jahres 2016" auf der Leipziger Buchmesse im Gespräch mit dem Onlinemagazin bestewelten.de der Leibniz-Gemeinschaft. Schulbücher seien Medien, die Wissen sortieren und aufbereiten und so Orientierung bieten. Ihre Qualitätsgarantie für die Inhalte und vor allem die didaktischen Konzepte zum Verstehen böten einen erheblichen Vorteil gegenüber im Internet gegoogelten Informationen, so der Historiker und Direktor des Georg-Eckert-Instituts - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig.
Fuchs erwartet in Zukunft eine zunehmende Entwicklung hin zu digitalen Schulbüchern in Deutschland, wo es bisher nur wenige zugelassene digitale Schulbücher gebe. In welchem technischen Gewand ein Schulbuch in Zukunft daherkomme gedruckt oder digital – sei aber nur eine vordergründige Frage. Kritisch äußert sich der Schulbuchforscher zu der sehr großen Vielfalt auf dem deutschen Schulbuchmarkt. Vielfalt sei zwar gewünscht, nehme aber Ausmaße an, die es Lehrern kaum möglich mache, den Markt in ihren Fächern zu überblicken. Dass es in Deutschland keine Einheitsschulbücher geben solle, wie es sie in Spanien oder Frankreich gibt, sei in Deutschland trotzdem sehr breiter Konsens, so Fuchs.
Das vollständige Gespräch mit Eckhardt Fuchs finden Sie online unter www.bestewelten.de/welten/thema/was-google-nicht-kann/
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