Ganztagsschule

Schulen lernen von Schulen: Bildungsministerin Britta Ernst zeichnet 24 Ganztagsschulen als Referenzschulen aus

"Schulen lernen am besten von anderen Schulen." Mit diesen Worten eröffnete Bildungsministerin Britta Ernst am 15. Juni in Kiel die Auftaktveranstaltung zum Referenzschul-Netzwerk "Ganztägig lernen" Schleswig-Holstein 2015/2016.

16.06.2015 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Im Netzwerk tauschen sie Erfahrungen aus, geben einander Anregungen und unterstützen sich gegenseitig. Ein offener, kollegialer Austausch über die Schulgrenzen hinweg ist ein entscheidender Beitrag zur Qualitätsverbesserung", sagte Ernst und überreichte 24 Schulen aller Schularten und aus allen Regionen des Landes die Auszeichnung als Referenzschule.

"Ganztagsschulen machen unsere Bildungslandschaft reicher und gerechter. Denn sie machen Kindern und Jugendlichen Lern- und Freizeitangebote, die sie vielleicht von zu Hause so nicht bekämen", so Ernst. Zugleich seien die Ganztagsschulen oft auch der Motor für eine Weiterentwicklung von Schule insgesamt. "Was diese Schulen auszeichnet und verbindet, ist die gute Praxis und die Innovationsbereitschaft, ihr Interesse an der Qualitätsentwicklung und ihr Wunsch nach Schulentwicklung in Partnerschaft". Mit der Auszeichnung als Referenzschule sollen diese Bemühungen der Schulen besonders gewürdigt werden, sagte die Ministerin.

Die Vielzahl der hervorragenden Bewerbungen zeige, dass Schleswig-Holstein bereits über einen reichen Schatz an Erfahrungen im Ganztagsbereich verfüge, so die Ministerin weiter. Im Schuljahr 2014/15 seien 488 Schulen aller Schularten offene Ganztagsschulen. Hinzu kämen 31 gebundene Ganztagsschulen. Ernst: "Ich finde es gut, dass sich schon so viele Schulen auf den Weg gemacht haben zu einem verlässlichen Ganztagsangebot und ich wünsche mir, dass es jedes Jahr noch ein paar mehr werden."

Das Referenzschul-Netzwerk "Ganztägig lernen" ist ein elementarer Baustein der Qualitätsentwicklung von Ganztagsschulen und eine Initiative der Serviceagentur Ganztägig lernen, die von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sowie dem Bildungs- und Sozialministerium gemeinsam verantwortet und finanziert wird.

In den acht Jahren seit dem Start des ersten Netzwerks haben sich insgesamt 81 Schulen beteiligt. Unter den Teilnehmern für das neue Netzwerk sind offene und gebundene Ganztagsschulen, Schulen mit langjähriger Erfahrung und junge Ganztagsschulen, Grund- und weiterführenden Schulen, erfahrene "Netzwerker" und Neueinsteiger. Sie haben sich mit unterschiedlichen Konzepten beworben: So geht es etwa um die Gestaltung von Schule als ganzheitlicher Arbeits- und Lernort, um die Erprobung neuer Lehr- und Lernformen und neue Konzepte für selbstständiges Lernen aber auch um das Thema Schulkultur und das Miteinander verschiedener Kulturen und Religionen.


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