SchulKinoWoche mit Schwerpunkt Inklusion
Wie soll unsere Gesellschaft aussehen? Wie wollen wir zusammenleben? Was müssen wir ändern? Ein Plädoyer für eine Gesellschaft, an der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können, zeigt die 11. SchulKinoWoche Rheinland-Pfalz vom 25.-29. November mit dem diesjährigen Motto "Ich bin wie ich bin!". Der Schwerpunkt zum Thema "Inklusion" wird ergänzt durch eine von der Bundeszentrale für politische Bildung und VISION KINO initiierte Sonderreihe "Rechtsextremismus und Nationalsozialismus im Film".
02.09.2013 Pressemeldung Vision Kino gGmbHInsgesamt 44 Kinos bieten für Klassen aller Altersstufen wieder ein Programm aus Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilmen zum ermäßigten Eintrittspreis von 3,50 Euro an. Dass dies ein Erfolgskonzept ist, zeigt die Statistik der SchulKinoWoche: In 10 Jahren hat sie in über 4100 Vorstellungen insgesamt 370.000 Teilnehmende erreicht. "Dies ist ein Zeichen dafür, dass Filmbildung inzwischen ein Thema in den Schulen ist und Kino als außerschulischer Lernort etabliert ist", so Andrea Müller-Goebel, Koordinatorin des Referates Medienbildung im Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz. Auch in diesem Jahr wird neben der Filmauswahl für die verschiedenen Klassenstufen ein Rahmenprogramm mit Fortbildungen für Lehrkräfte und Kinoseminaren angeboten. Ab sofort nimmt das Filmbüro im Pädagogischen Landesinstitut Anmeldungen unter 0261 9702-400 entgegen sowie online auf anmeldung.schulkinowochen.de/index.php/bundesland/rp/kinoprogramme-rp. Alle Programme für die Kinos vor Ort sowie die Termine des Rahmenprogramms sind jetzt im Internet zu finden unter schulkinowoche.bildung-rp.de.
Vielfalt statt Norm
Vielfalt, Gleichwertigkeit und Barrierefreiheit sind zentrale Punkte der Inklusion. Doch wie sieht dieses Konzept konkret aus? Die Filme der diesjährigen SchulKinoWoche erzählen Geschichten, die nachvollziehbar und verständlich machen, was Inklusion bedeutet. Im Programm sind zahlreiche aktuelle Filme, zum Beispiel "Kopfüber", in dem es um den zehnjährigen Sascha geht, bei dem ADHS festgestellt wird (ab Klasse 5) und "Im Weltraum gibt es keine Gefühle", ein Film über einen Jugendlichen mit Asperger-Syndrom. Zu sehen sind außerdem die Tragikomödie "Heute bin ich blond" und der Dokumentarfilm "GOLD – Du kannst mehr als du denkst" über drei Athleten der Paralympics (beide ab Klasse 8). Die breite Filmauswahl umfasst darüber hinaus weitere Themen: Für die Älteren ist "Lincoln" im Programm, der die letzten vier Lebensmonate des amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln nachzeichnet, "Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger" und "Hannah Arendt", in dessen Mittelpunkt die deutschstämmige Jüdin und Journalistin Hannah Arendt steht, die den Eichmann-Prozess in Argentinien verfolgt. Für die Allerkleinsten zeigt die SchulKinoWoche den Zeichentrickfilm "Der Mondmann" sowie für Schülerinnen und Schüler ab der vierten Klasse "Clara und das Geheimnis der Bären".
"Die Filme nehmen uns mit in die Welt ihrer Protagonisten. Durch diesen emotionalen Zugang führen sie mitten hinein in ein Thema und regen zum Nachdenken an", so Carmen Breitbach, Projektleiterin der SchulKinoWoche Rheinland-Pfalz. "Wir wünschen uns, dass die Kinder und Jugendlichen sich nach der Filmsichtung fragen: ´Wie sieht es mit den Menschen in meiner Klasse, Familie oder Umgebung aus? Was kann ich dazu beitragen, dass es uns gut geht?´"
Sonderreihe "Nationalsozialismus im Film"
Im Rahmen der SchulKinoWochen 2013 zeigen die Bundeszentrale für politische Bildung und VISION KINO in Kooperation mit dem Bundesarchiv Koblenz eine Auswahl von Filmen zum Themenfeld Rechtsextremismus und Nationalsozialismus. Die Filme nähern sich dem Thema auf ganz unterschiedliche Weise, zumeist aber aus der Perspektive einzelner, vorzugsweise jugendlicher Protagonisten. Neben einem Film aus der Nachkriegszeit und vier zeitgenössischen Werken kommen auch zwei in der NS-Zeit entstandene Filme, so genannte Vorbehaltsfilme, zum Einsatz. Sie veranschaulichen den Schülerinnen und Schülern, welche ästhetischen Strategien das nationalsozialistische Regime anwandte, um seine politisch-propagandistischen Ziele zu verfolgen. Alle Veranstaltungen werden bundesweit von renommierten Referentinnen und Referenten der Filmbildung begleitet.
Das Filmbüro als Servicestelle für Lehrkräfte
"Wir beraten Lehrkräfte, wie die Filme in den Unterricht eingebunden werden können und bieten zu allen Filmen umfangreiches pädagogisches Begleitmaterial", erläutert Carmen Breitbach, Projektleiterin der SchulKinoWoche Rheinland-Pfalz. "Mit unseren Kinoseminaren ermöglichen wir außerdem einen begleiteten Einstieg in die Auseinandersetzung mit bestimmten Themenkomplexen." Nicht nur im Vorfeld der SchulKinoWoche, sondern während des ganzen Jahres stehen die Mitarbeiterinnen des Filmbüros Lehrkräften für alle Fragen rund um Film und Schule zur Verfügung.
Organisation der SchulKinoWoche
Die SchulKinoWoche Rheinland-Pfalz wird vom Filmbüro im Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz organisiert und findet seit 2003 statt. Veranstaltet wird die filmpädagogische Initiative von VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz, dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz und der Bundeszentrale für politische Bildung. VISION KINO ist eine Initiative des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek sowie der "Kino macht Schule" GbR und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck.
Information:
SchulKinoWoche Rheinland-Pfalz
c/o Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz
Standort Koblenz
Hofstraße 257c, 56077 Koblenz
Telefon 0671 9701-1400, Telefax 0671 9701-1200,
E-Mail
Internet: www.schulkinowochen.de
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