Rekord

Schulsenator begrüßt 333 neue Lehrkräfte

Einstellungsrekord für neue Lehrkräfte: Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe hat 333 neu eingestellte Lehrkräfte am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) begrüßt. Damit sind die Einstellungszahlen in der Februarrunde allein in den letzten zwei Jahren um fast ein Fünftel gestiegen (Februar 2018: 280 Lehrkräfte, Februar 2019: 302 Lehrkräfte).

10.02.2020 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)
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Noch einmal deutlich mehr Lehrkräfte werden voraussichtlich in der zweiten Anmelderunde zum neuen Schuljahr im August eingestellt. Im Durchschnitt sind die jetzt neu eingestellten Lehrkräfte 33 Jahre alt und kommen aus elf verschiedenen Bundesländern. Die meisten Lehrkräfte gibt es für das Fach Deutsch (113). Alle eingestellten Lehrkräfte werden ab jetzt unbefristet an Hamburgs Schulen unterrichten, die meisten von ihnen (135) an den Hamburger Stadtteilschulen.

Bildungssenator Ties Rabe: „Hamburg ist im Bundesvergleich bei den Bewerberinnen und Bewerbern sehr beliebt. Zum 1. Februar begrüßen wir 135 neue Lehrkräfte an den Stadtteilschulen, 53 an Gymnasium, 93 an den Grundschulen, 40 an Berufsschulen und 12 an den Förderschulen. Ich freue mich über so viele neue Lehrkräfte, denn wir brauchen auch künftig viele Pädagoginnen und Pädagogen. Die Schülerzahl wächst, und gleichzeitig wird auch die Qualität des Unterrichts stetig verbessert, es gibt zusätzliche Förderstunden und kleinere Gruppen im Ganztag. Deshalb stellen wir jedes Jahr insgesamt rund 800 bis 900 neue Lehrkräfte ein.“

Zweimal im Jahr, im Februar und August, stellt die Behörde für Schule und Berufsbildung ausgebildete Lehrkräfte in den Dienst an Hamburgs Schulen ein. Traditionell werden deutlich mehr Lehrkräfte zum Anfang des Schuljahres im August als zum Anfang des Schulhalbjahres im Februar eingestellt. Die Zahl der eingestellten Lehrkräfte wächst seit Jahren stetig: Für das Halbjahr immerhin um fast ein Fünftel (knapp 19 Prozent) allein in den letzten zwei Jahren.

251 (72 Prozent) der neuen Lehrerinnen und Lehrer haben das zweite Staatsexamen (Referendariat) in Hamburg gemacht, 82 neue Lehrkräfte kommen aus anderen Bundesländern. Die meisten Lehrkräfte werden nach wie vor für das Fach Deutsch eingestellt: 113 neue Lehrerinnen und Lehrer werden dieses Kernfach unterrichten. 52 neue Lehrkräfte werden in Zukunft Englisch an den Hamburger Schulen unterrichten, 57 Mathematik. Zwölf Stellen (3,6 Prozent) wurden mit so genannten Seiteneinsteigern besetzt.

Bildungssenator Ties Rabe: „Nur ein Viertel der neuen Lehrkräfte sind Männer. Es ist für mich nach wie vor unverständlich, warum so wenig Männer Lehrer werden wollen. Der Beruf bietet eine anspruchsvolle und spannende Aufgabe mit guten Karrierechancen, ist im Vergleich zu anderen Berufen kündigungssicher und zudem sehr gut bezahlt. Bereits im ersten Berufsjahr erhalten Lehrkräfte nach Abzug der privaten Krankenversicherung mindestens rund 3.000 Euro Nettoeinkommen im Monat, wer mit Mitte 30 verheiratet ist und zwei Kinder hat, erzielt bereits rund 4.000 Euro netto im Monat. Ich fürchte, dass der Grund für die immer geringere Zahl männlicher Lehrkräfte eher die klassischen Rollenvorstellungen von ‚Männerberufen‘ und ‚Frauenberufen‘ sind. Für eine erfolgreiche Bildung und Erziehung von Jungen und Mädchen ist es jedoch ganz wichtig, dass sie an den Schulen gleichermaßen von Männern und Frauen ausgeübt und vorgelebt werden.“

Jährlich stellt Hamburg rund 800 bis 900 neue Lehrkräfte ein und begegnet so nicht nur den wachsenden Schülerzahlen, sondern ermöglicht auch eine Verbesserung der Unterrichtsqualität bei gleichbleibend kleinen Klassen und mehr Förderstunden für die Inklusion, mehr Unterrichtsstunden an Stadtteilschulen und mehr Ganztagsangeboten.

Zusätzlich zu den 333 ausgebildeten Lehrkräften hat Bildungssenator Ties Rabe Ende Januar 414 neue Referendarinnen und Referendare im Vorbereitungsdienst begrüßt. Gegenüber dem Vorjahr (Februar 2019) war die Zahl der Bewerbungen für das Referendariat zwar um 202 auf 764 zurückgegangen, liegt aber immer noch deutlich höher als die Zahl der Ausbildungsplätze. Die Einstellungsquote für das Referendariat lag damit bei 54 Prozent.


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